"Die wesentlichen Punkte können wir uns nicht aus der Hand nehmen lassen" FDP will sich in der Koalition besser durchsetzen

Die FDP will nach ihrer Neuaufstellung auf dem Rostocker Parteitag Mitte Mai in der Koalition mehr Akzente setzen. "Da müssen wir auch gelegentlich vielleicht gegenüber der Union mehr Durchsetzungskraft zeigen", sage FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Freitag dem Hörfunksender WDR5.

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FDP will sich in der Koalition besser durchsetzen

Köln (dapd). Die FDP will nach ihrer Neuaufstellung auf dem Rostocker Parteitag Mitte Mai in der Koalition mehr Akzente setzen. "Da müssen wir auch gelegentlich vielleicht gegenüber der Union mehr Durchsetzungskraft zeigen", sage FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Freitag dem Hörfunksender WDR5.

"Die wesentlichen Punkte können wir uns nicht aus der Hand nehmen lassen", betonte Lindner. Es liege im Übrigen auch im gemeinsamen Interesse der Koalition, dass Angela Merkel nicht als Modernisierungskanzlerin in die Geschichte eingehe, sondern als Reformkanzlerin.

Mit dem Parteitag vom 13. bis 15. Mai sollen die Personaldebatten nach den Vorstellungen Lindners abgeschlossen sein. Mit dem Bundesparteitag müsse sich die FDP wieder den Sachfragen zuwenden. Am Montag will die Parteiführung mit den Landeschefs über ein Personaltableau für das FDP-Präsidium beraten. Die Parteivizechefs Cornelia Pieper und Andreas Pinkwart treten nicht mehr an. Die Gespräche über die künftige Spitze waren am Freitag laut Lindner noch nicht abgeschlossen.

Den künftigen Parteichef Philipp Rösler bezeichnete Lindner als sympathischen und durchsetzungsstarken Politiker. Auf die Frage, ob Rösler nicht ein ganz anderer Typ als Guido Westerwelle und zu freundlich sei, sagte Lindner: "Die Umkehrfrage muss erlaubt sein: Braucht die FDP in der jetzigen Lage einen Kotzbrocken an der Spitze? - Da würde ich sagen: Nein. - Die FDP braucht einen durchsetzungsstarken, aber durchaus doch auch sympathischen Mann in der Führung, und den hat sie."

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