Alle Bundesländer aufgefordert, sich "in gesamtstaatlicher Verantwortung" am Prozess zu beteiligen FDP will neben Gorleben weitere Endlager-Optionen prüfen

Die FDP will neben dem Salzstock Gorleben schon jetzt weitere Endlager-Optionen für hochradioaktiven Atommüll prüfen. Darauf einigte sich der Bundesparteitag der Liberalen am Sonntag in Rostock und korrigierte damit die Linie der Partei. Bisher setzte die FDP - wie auch die schwarz-gelbe Bundesregierung - ausschließlich auf die vollständige Erkundung des Standorts Gorleben in Niedersachsen.

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FDP will neben Gorleben weitere Endlager-Optionen prüfen

Rostock (dapd). Die FDP will neben dem Salzstock Gorleben schon jetzt weitere Endlager-Optionen für hochradioaktiven Atommüll prüfen. Darauf einigte sich der Bundesparteitag der Liberalen am Sonntag in Rostock und korrigierte damit die Linie der Partei. Bisher setzte die FDP - wie auch die schwarz-gelbe Bundesregierung - ausschließlich auf die vollständige Erkundung des Standorts Gorleben in Niedersachsen.

Nun einigten sich die Delegierten auf die Formulierung: "Die FDP befürwortet es, Gorleben zu Ende zu erkunden und zugleich rückholbare Endlager-Konzepte in tiefen geologischen Formationen oder gesicherten baulichen Einrichtungen zu prüfen." Alle Bundesländer seien aufgefordert, sich "in gesamtstaatlicher Verantwortung" an diesem Prozess zu beteiligen.

Der Umweltpolitiker Michael Kauch sagte, es gehe vor allem geologische Formationen wie Ton oder Schiefer in Süddeutschland. Er hatte für die Korrektur der Parteilinie geworben.

dapd