Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) stößt mit seinen Überlegungen über künftige Bundeswehreinsätze beim Koalitionspartner FDP auf Skepsis. Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP, Elke Hoff, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", zwar müsse Deutschland in der nächsten Zeit mit weiteren Anforderungen rechnen.
FDP warnt vor militärischen Abenteuern
Frankfurt/Main (dapd). Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) stößt mit seinen Überlegungen über künftige Bundeswehreinsätze beim Koalitionspartner FDP auf Skepsis. Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP, Elke Hoff, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", zwar müsse Deutschland in der nächsten Zeit mit weiteren Anforderungen rechnen. "Aber hier müssen wir sehr sorgfältig prüfen, ob die Bundeswehr in ihrem heutigen Zustand und während des Prozesses der Umstrukturierung tatsächlich über die notwendigen Fähigkeiten verfügt", betonte sie.
Für einen substantiellen Beitrag "glaube ich, dass die Bundeswehr an vielen Stellen noch nicht so weit ist", sagte Hoff, die seit dem letzten Parteitag auch Mitglied des FDP-Präsidiums ist. Es fehle "Durchhaltefähigkeit".
De Maizière hatte in der vergangenen Woche gesagt, er rechne mit Anfragen, einen Beitrag zu Einsätzen in Ländern wie Pakistan, Jemen, Somalia oder Sudan zu leisten. Hoff sagte jetzt auf die Frage, ob der Verteidigungsminister sich zu bereitwillig zeige: "Es gibt Interpretationsspielraum." Die Oppositionsparteien SPD und Grüne hätten das "sehr weit interpretiert".
dapd
