FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke fordert einen Abschluss der Erkundung des Salzstocks Gorleben. Wenn sich herausstelle, dass Gorleben als atomares Endlager geeignet sei, müsse dort auch gebaut werden, sagte Rülke. Erst wenn klar sei, dass der niedersächsische Salzstock nicht zur Lagerung von atomaren Abfällen tauge, müsse eine neue Suche eingeleitet werden.
FDP fordert Abschluss der Erkundung von Gorleben
Stuttgart (dapd-bwb). FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke fordert einen Abschluss der Erkundung des Salzstocks Gorleben. Wenn sich herausstelle, dass Gorleben als atomares Endlager geeignet sei, müsse dort auch gebaut werden, sagte Rülke. Erst wenn klar sei, dass der niedersächsische Salzstock nicht zur Lagerung von atomaren Abfällen tauge, müsse eine neue Suche eingeleitet werden. Selbst wenn Gorleben ausscheide, kämen Endlagerstandorte in Baden-Württemberg eher nicht infrage, sagte Rülke.
Der FDP-Energieexperte Andreas Glück sagte, die Wissenschaft bevorzuge geologische Formationen für Endlager, aus denen die atomaren Abfälle nicht zurückgeholt werden könnten. Dazu zählten Tongesteine, die in Baden-Württemberg als potenzielle Standorte gelten. Glück verwies darauf, dass der Südwesten das "Erdbebengebiet Nummer 1" der Bundesrepublik sei.
dapd
