Auch Indien mit hohem Potenzial Familienunternehmen wollen Exporte nach China ausweiten

Die deutschen Familienunternehmen wollen ihre Auslandsaktivitäten in diesem Jahr weiter ausbauen. Das ergab eine am Montag in Berlin vorgestellte Studie des Deutschen Instituts für Mittelstandsforschung (IfM), des Bundesverbands der Industrie (BDI) und der Deutschen Bank.

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Familienunternehmen wollen Exporte nach China ausweiten

Berlin (dapd). Die deutschen Familienunternehmen wollen ihre Auslandsaktivitäten in diesem Jahr weiter ausbauen. Das ergab eine am Montag in Berlin vorgestellte Studie des Deutschen Instituts für Mittelstandsforschung (IfM), des Bundesverbands der Industrie (BDI) und der Deutschen Bank. Demnach gehen die befragten 404 der 2.688 größten deutschen Familienunternehmen davon aus, dass China Frankreich als wichtigsten Absatzmarkt ablösen wird. Sorgen bereite den Betrieben jedoch die Euro-Krise.

Neun von zehn Familienunternehmen vertreiben den Angaben zufolge Produkte und Dienstleistungen im Ausland. Für 35,4 Prozent davon zähle Frankreich zum bedeutendsten Absatzmarkt, vor China (27,4 Prozent) und den USA (25,3 Prozent), hieß es. Hohes Potenzial habe Indien, das den Erwartungen zufolge nach Russland zum fünftwichtigsten Handelspartner aufsteigen wird. China soll demnach Frankreich überholen.

Die Unternehmen richteten ihren Blick klar gen Osten, sagte IfM-Experte Frank Wallau. So wollten 19,5 Prozent der befragten Firmen in Indien aktiv werden, 16,5 Prozent peilten den chinesischen Markt an. Als Hemmnisse für ein Engagement auf diesen Märkten würden rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Handelsbeschränkungen und Zölle angesehen.

Mehr als 40 Prozent der Unternehmen befürchten laut Umfrage einen negativen Einfluss der Euro-Krise auf ihre Gechäftstätigkeit im Ausland, so einen Rückgang der Absatzzahlen und steigende Kosten für Energie- und Rohstoffimporte.

dapd