Die Themen faire Löhne und soziale Sicherheit stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Gewerkschaftskundgebungen am Tag der Arbeit. "Wir werden uns intensiv mit der Prekarisierung unserer Arbeitswelt, die besorgniserregende Ausmaße angenommen hat, auseinandersetzen", sagte ver.di-Chef Frank Bsirske in einem dapd-Interview.
Faire Löhne und soziale Sicherheit als Topthemen am Tag der Arbeit
Berlin (dapd). Die Themen faire Löhne und soziale Sicherheit stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Gewerkschaftskundgebungen am Tag der Arbeit. "Wir werden uns intensiv mit der Prekarisierung unserer Arbeitswelt, die besorgniserregende Ausmaße angenommen hat, auseinandersetzen", sagte ver.di-Chef Frank Bsirske in einem dapd-Interview. So werde nur noch jeder zweite Arbeitsvertrag unbefristet abgeschlossen. Nur noch jeder fünfte junge Erwachsene erhalte nach seiner Ausbildung eine unbefristete Beschäftigung.
Bsirske fügte hinzu, zugleich steige die Zahl der Leiharbeitsbeschäftigten kontinuierlich an. Auch würden nach wie vor Stammbelegschaften entlassen, um zu für die Betriebe günstigeren Bedingungen auf ihre Arbeitsplätze verliehen zu werden.
Die Kundgebungen stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Das ist das Mindeste: Faire Löhne, Gute Arbeit, Soziale Sicherheit".
Bsirske kritisierte die Bundesregierung, die noch immer noch so tue, als hätten Beschäftigte und Erwerbslose in den vergangenen Jahren über ihre Verhältnisse gelebt. Die Gewerkschaften würden das Bild gerade rücken und deutlich machen, wer tatsächlich den Preis für die Rettung maroder Banken gezahlt habe, nämlich die Beschäftigten und die Erwerbslosen.
Die Gewerkschaften machten sich stark für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, für gleiche Bezahlung und gleiche Bedingungen von Leiharbeits- und Stammbelegschaften und zwar vom ersten Tag an. Auch setzten sie sich für ein Verbot der sachgrundlosen Befristung und damit für anständige und sichere Arbeit ein, von der die Menschen leben könnten.
dapd
