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Steuertipp Fahrzeugbeschriftung: Was bei der Steuer gilt

Aufgrund der Corona-Krise ist es für Handwerksbetriebe noch wichtiger, Werbung für ihren Betrieb zu machen. Selbstständige Handwerker setzen dabei oft auf die Beschriftung ihrer betrieblichen Fahrzeuge. Doch wie sind die Kosten für diese Werbeschriftzüge steuerlich zu behandeln?

Die Frage muss anders lauten. Handelt es sich bei den Kosten für die Fahrzeugbeschriftung beim Kauf neuer Fahrzeuge um Anschaffungsnebenkosten, die nur im Rahmen der sechsjährigen Abschreibung geltend gemacht werden dürfen? Oder liegen sofort abziehbare Betriebsausgaben vor?

Grundsätze zu Anschaffungskosten

Der Begriff der Anschaffungskosten und der Anschaffungsnebenkosten für Wirtschaftsgüter des betrieblichen Anlagevermögens ist im Steuerrecht nicht definiert. Deshalb ist auf die handelsrechtliche Definition in § 255 Abs. 1 HGB zurückzugreifen. Danach liegen Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten vor, wenn diese Kosten notwendig sind, um das gekaufte Wirtschaftsgut in einen betriebsreiten Zustand zu versetzen.

Steuertipp: Auf die Kosten für die Fahrzeugbeschriftung umgemünzt, bedeutet das, dass diese Kosten als sofort abziehbare Betriebsausgaben verbucht werden dürfen. Es liegen keine Anschaffungsnebenkosten vor, weil sich das betriebliche Fahrzeug auch ohne die Beschriftung in einem betriebsbereiten Zustand befindet. Das sah auch das Finanzgericht München in einem vor vielen Jahren gesprochenen Urteil so (FG München, Urteil v. 10.5.2006, Az. 1 K 5521/04).

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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