Nachdem bereits zu Jahresbeginn mit Berlin, Köln, Dortmund und Hannover die ersten deutschen Städte Umweltzonen eingerichtet hatten, drohen ab März erstmals auch im Verbreitungsgebiet der Deutschen Handwerks Zeitung Fahrverbote.
Fahrverbote sogar im Dorf
In acht Kommunen in Baden-Württemberg werden zum Monatsanfang Umweltzonen eingerichtet. Betroffen sind die Städte Stuttgart, Mannheim, Schwäbisch Gmünd, Leonberg, Ludwigsburg, Tübingen und Reutlingen sowie mit Ilsfeld erstmals sogar ein Dorf. Die Umweltzonen dürfen nur von Fahrzeugen befahren werden, die mit einer Umweltplakette gekennzeichnet sind. Eine Umweltplakette bekommen Fahrzeuge, die mindestens die Abgasnorm Euro 2 erfüllen. Fahrzeuge mit Ottomotor müssen mit einem geregelten Katalysator ausgerüstet sein.
Wer mit seinem Auto ohne Plakette in den Umweltzonen erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen sowie einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben bereits angekündigt, mit Feinstaub-Kontrollteams in den acht Umweltzonen die Einhaltung der Fahrverbote zu überwachen.
Die Umweltplaketten gibt es zum Preis zwischen fünf und zehn Euro in allen Kfz-Zulassungsstellen, beim TÜV oder bei den zur Abgasuntersuchung zugelassenen Kfz-Meisterbetrieben. Welche Umweltplakette Ihr Fahrzeug erhält und ob überhaupt, können Sie unter feinstaub.gtue.de überprüfen.
Uli Steudel