Eckpunkte im Kabinett vorgestellt Fahrplan für Bundeswehrreform steht

Der Fahrplan für eine umfassende Reform der Bundeswehr steht. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) stellte die Eckpunkte für die Reform am Mittwoch im Bundeskabinett vor, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Regierungskreisen erfuhr. Die Bundeswehr soll künftig effektiver werden, um den neuen, internationalen Anforderungen besser gerecht zu werden.

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Fahrplan für Bundeswehrreform steht

Berlin (dapd). Der Fahrplan für eine umfassende Reform der Bundeswehr steht. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) stellte die Eckpunkte für die Reform am Mittwoch im Bundeskabinett vor, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Regierungskreisen erfuhr. Die Bundeswehr soll künftig effektiver werden, um den neuen, internationalen Anforderungen besser gerecht zu werden. Die Vorgabe lautet: weniger Soldaten, weniger Waffen, weniger Standorte und weniger Bürokratie.

Dem Vernehmen nach will de Maizière die Gesamtzahl der Berufs- und Zeitsoldaten auf 170.000 reduzieren. Die Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden soll mindestens bei 5.000 liegen. De Maizières Amtsvorgänger, Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), hatte eine Gesamtzahl von 185.000 Soldaten und darunter bis zu 15.000 Freiwillige angepeilt.

De Maizière will die Einzelheiten am Mittag (12.30 Uhr) in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin vorstellen. Er hatte die Arbeit an der Reform Anfang März von zu Guttenberg übernommen, nachdem dieser wegen der Affäre um seine in weiten Teilen abgeschriebene Doktorarbeit zurückgetreten war.

Mit dem Umbau von Bundeswehr und Verteidigungsministerium erhofft sich die Regierung auch einen Spareffekt in Milliardenhöhe. Mit der Strukturreform ist die allgemeine Wehrpflicht bereits abgeschafft worden. Künftig soll die Truppe in erster Linie mit Berufs- und Zeitsoldaten sowie ergänzend mit Freiwilligen bestückt werden, allerdings erweist sich die Rekrutierung Freiwilliger als schwierig.

dapd