Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt es: der Fachkräftemangel ist in beruflicher und regionaler Hinsicht in Deutschland sehr unterschiedlich. Spitzenreiter ist vor allem ein Bundesland.

Derzeit herrscht kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. Darauf weist die BA hin. Laut ihrer halbjährlichen Engpassanalyse herrschen in einzelnen Berufen und bestimmten Regionen jedoch deutliche Mangelsituationen.
Fachkräftemangel im Gesundheitshandwerk
Ein bundesweiter Fachkräftemangel bestehe laut BA vor allem in technischen Berufsfeldern, wie beispielsweise in der Automatisierungs- und Energietechnik. Laut Analyse herrscht auch in der Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik eine Mangelsituation vor. Der Mangel betrifft dabei ausschließlich die Berufe der Orthopädie-und Rehatechnik sowie der Hörgeräteakustik. Vor allem bei den Meistern in diesen Berufen sei ein deutlicher Mangel zu verzeichnen.
Neben Handwerksberufen herrscht auch in den Gesundheits- und Pflegeberufen Fachkräftemangel. "Die Arbeitgeber haben es schwer, geeignetes Personal für diese Berufe zu finden. Dass dies keine subjektive Wahrnehmung ist, lässt sich ganz objektiv an der Dauer der Vakanzzeit erkennen, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt", so Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der BA. Die Vakanzzeit beschreibt den Zeitraum, in dem die Stelle über den gewünschten Einstellungszeitraum hinaus unbesetzt bleibt.
Baden-Württemberg Platz eins im Ranking
Darüber hinaus zeigt die Engpassanalyse sticht Baden-Württemberg als Bundesland mit den meisten zusätzlichen Engpässen hervor. Fachkräftemangel betrifft hier unter anderem die Berufe Tief-, Aus- und Trockenbau sowie Rollladen- und Jalousiebau. In diesen Berufsgruppen liegt die Vakanzzeit mindestens 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe.
Die ganze Analyse der BA ist auf der Webseite der BA einsehbar. dhz