Finanzen EZB leitet Zinswende ein

Die Europäische Zentralbank hat nach fast zwei Jahren niedrigster Zinsen die Wende eingeleitet. Der Zentralbankrat hob den wichtigsten Leitzins für die Eurozone von 1,0 Prozent auf 1,25 Prozent an.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet leitet die Zinswende ein. Foto: dapd

EZB leitet Zinswende ein

Der sogenannte Hauptrefinanzierungssatz hatte seit 13. Mai 2009 auf dem historischen Tief von 1,0 Prozent gelegen, um die Wirtschaft in der 2008 ausgebrochenen Krise zu stützen.

Der Hauptrefinanzierungssatz ist der Mindestzins, zu dem sich die Geschäftsbanken regulär mit Liquidität versorgen können. Die EZB setzte auch die beiden anderen Leitzinsen herauf: Der Spitzenrefinanzierungssatz für kurzfristiges Geld steigt von 1,75 Prozent auf 2,0 Prozent. Der Einlagesatz, zu dem die Banken Geld über Nacht bei der EZB parken können, erhöht sich von 0,25 Prozent auf 0,5 Prozent.

Die Anhebung war von den meisten Analysten wegen der gestiegenen Inflation erwartet worden. Sie übersteigt inzwischen mit 2,6 Prozent im März die von der EZB gezogene Grenze von knapp unter 2,0 Prozent eindeutig. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wollte am Nachmittag (14.30 Uhr) die Beschlüsse erläutern.

dapd