DIW Export bleibt Haupttreiber des Wirtschaftswachstums

Die deutsche Wirtschaft entwickelt sich nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) weiter positiv. Im letzten Quartal dieses Jahres rechnet das DIW mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um voraussichtlich 0,7 Prozent.

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Export bleibt Haupttreiber des Wirtschaftswachstums

Im Oktober habe die Industrie mit 3,2 Prozent merklich zugelegt. Überproportional gewachsen sei insbesondere die Produktion von Investitionsgütern. Die hohen Auftragseingänge der zurückliegenden Monate deuteten auf eine weiterhin zunehmende Nachfrage hin. "Dieser schwungvolle Verlauf der Konjunktur sollte jedoch nicht zu Euphorie verführen", warnte DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin. Gerade bei den Auftragseingängen seien bereits deutliche Anzeichen einer leichten Abschwächung erkennbar. Das Wachstum liege damit deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Bemerkenswert sind den Angaben zufolge die höheren Bestellungen bei Konsumgüterproduzenten. Im September und Oktober seien Zuwächse von 0,8 Prozent und 2,4 Prozent verzeichnet worden. Allerdings stamme der Großteil der Neubestellungen aus dem Ausland und komme damit vor allem der Exportwirtschaft zugute. "Hoffnungen auf einen schnellen Übergang zum binnenorientierten Wachstum wären deswegen übertrieben", fügte DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner hinzu. Trotz der günstigen Entwicklung des privaten Verbrauchs blieben die Exporte weiterhin ein wichtiger Treiber der deutschen Wirtschaft.

dapd