Auch die Finanzbranche wird durch die Rettungsmaßnahmen schwer belastet Eurokrise könnte für deutsche Steuerzahler teuer werden

Die Euro-Schuldenkrise könnte die deutschen Steuerzahler bis 2015 im schlimmsten Fall 70,8 Milliarden Euro kosten. Das ist das Ergebnis neuer Berechnungen zweier Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wie die "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) berichtet.

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Eurokrise könnte für deutsche Steuerzahler teuer werden

Düsseldorf (dapd). Die Euro-Schuldenkrise könnte die deutschen Steuerzahler bis 2015 im schlimmsten Fall 70,8 Milliarden Euro kosten. Das ist das Ergebnis neuer Berechnungen zweier Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wie die "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) berichtet.

Dabei haben die Forscher bereits ein neues, 120 Milliarden Euro schweres, Kreditprogramm der EU-Staaten für Griechenland einkalkuliert. Das Worst-Case-Szenario tritt ein, wenn Griechenland, Portugal und Irland ihre Hilfskredite nicht wieder zurückzahlen. Würden Griechenland 50 Prozent seiner Schulden erlassen, könnten die Kosten auf maximal 47,7 Milliarden Euro gesenkt werden.

Auch die Finanzbranche wird durch die Rettungsmaßnahmen schwer belastet. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) erwartet Medienberichten zufolge im abgelaufenen zweiten Quartal milliardenschwere Abschreibungen für deutsche Banken und Versicherer. Je nach Annahme über die noch zu beschließenden Rettungsmaßnahmen könnten die Abschreibungen zwischen 30 Prozent und 50 Prozent liegen. So drohe der Commerzbank im schlimmsten Fall ein Verlust von 1,25 Milliarden Euro.

dapd