Herbstprognose EU-Kommission sieht Ende der Rezession

Nach Einschätzung der EU-Kommission wird die Rezession in der Europäischen Union im laufenden zweiten Halbjahr 2009 zum Ende kommen. In ihrer Herbstprognose schätzt die Behörde den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den 27 Mitgliedstaaten für dieses Jahr auf 4,1 Prozent, für die Eurozone wird dabei ein Minus von 4,0 Prozent veranschlagt.

EU-Kommission sieht Ende der Rezession

Die Kommission führte die günstigere Entwicklung vor allem auf die Maßnahmen in der Fiskal- und Geldpolitik zurück. Für die folgenden Jahre wird jedoch nur eine insgesamt schleppende Wirtschaftserholung erwartet.

Für 2010 rechnet die Behörde mit einem BIP-Zuwachs um 0,7 Prozent (Eurozone: ebenfalls plus 0,7 Prozent) und für 2011 von 1,6 Prozent (Eurozone: plus 1,5 Prozent).

Für die Brüsseler Behörde wird Deutschland im kommenden Jahr mit einem voraussichtlichen Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent zu den europäischen Wachstumsmotoren gehören, nachdem das deutsche BIP 2009 um 5,0 Prozent schrumpfen werde.

In Zukunft würden aber eine Reihe von Faktoren den privaten Verbrauch und damit die Stärke der Erholung hemmen. Vor allem der Arbeitsmarkt werde schwach bleiben. Für die Arbeitslosenquote rechnet die Kommission mit einem Anstieg auf etwas über 10 Prozent im kommenden Jahr.

Mit Blick auf die Haushaltslage in den EU-Ländern rechnet die Kommission mit Rekorddefiziten. So dürfte das durchschnittliche öffentliche Finanzierungsdefizit 2010 auf 7,5 Prozent des BIP steigen (Eurozone: 6,9 Prozent), bevor es 2011 wieder zu einer moderaten Korrektur kommt. Die Gesamtverschuldung wird nach Kommissionsschätzung 2010 auf knapp 80 Prozent des BIP in der EU und auf 84 Prozent in der Eurozone steigen.

ddp