Die Produzenten von Energie, Lebensmitteln und anderen gewerblichen Erzeugnissen haben ihre Preise im November erneut angehoben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, verteuerten sich die Produkte auf Jahressicht um durchschnittlich 4,4 Prozent.
Erzeugerpreise im November erneut gestiegen
Im Oktober hatte die Jahresänderungsrate im Vergleich zum Vorjahr noch 4,3 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index im November um 0,2 Prozent.
Den größten Einfluss auf den Preisanstieg hatte den Statistikern zufolge die Teuerung bei Energie um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im November um 3,2 Prozent höher als im November 2009.
Bei den Hauptenergieträgern legten die Preise für Erdgas mit einem Plus von 15,6 Prozent am stärksten zu. Mineralölerzeugnisse kosteten insgesamt 12,3 Prozent mehr als im November vergangenen Jahres. Dabei verteuerte sich leichtes Heizöl um 25,7 Prozent, die Preise für Kraftstoffe stiegen um 9,0 Prozent, Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff kostete 27,9 Prozent mehr. Für elektrischen Strom mussten alle Abnehmergruppen im Schnitt 1,4 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.
Vorleistungsgüter, also Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, waren im Vergleich zum November 2009 um 6,3 Prozent teurer. Zu den hohen Veränderungsraten trugen den Angaben nach vor allem Metallpreise bei, die im 18,0 Prozent zulegten.
Verbrauchsgüter kosteten im zurückliegenden November 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei stiegen die Preise für Nahrungsmittel um 3,9 Prozent, Frucht- und Gemüsesäfte waren 18,8 Prozent teurer als im November 2009.
Gebrauchs- und Investitionsgüter legten dem Statistikamt zufolge im November nur moderat mit einem Plus von je 0,6 Prozent zu.
dapd