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Steuertipp Errichtung einer PV-Anlage unterliegt der Bauabzugsteuer

Installiert ein Handwerksbetrieb eine Photovoltaikanlage aufs Dach, ist künftig damit zu rechnen, dass die Kunden die Bauabzugsteuer einbehalten und ans Finanzamt abführen. Eine Freistellungsbescheinigung kann dies verhindern - was Sie dazu wissen müssen.

Der Bundesfinanzhof hat in einem aktuellen Urteil klargestellt, dass die Errichtung eines Photovoltaikanlage der Bauabzugsteuer unterliegt.

Besonderheit: Die 15-prozentige Bauabzugsteuer ist auch einzubehalten, wenn es sich bei dem Installationsbetrieb um einen im Ausland ansässigen Betrieb handelt. Der Kunde muss nicht prüfen, ob das im Ausland ansässige Unternehmen in Deutschland steuerpflichtig ist. Das ist erst bei Bearbeitung der Steuererklärungen des im Ausland ansässigen Unternehmens zu entscheiden (BFH, Urteil v. 7.11.2019, Az. I R 46/17).

Vermeidung des Einbehalts der Bauabzugsteuer

Um zu verhindern, dass Kunden vom Rechnungsbetrag 15 Prozent Bauabzugsteuer einbehalten und ans Finanzamt abführen, müssen Sie dem Kunden mit der Rechnung eine gültige Freistellungsbescheinigung von der Bauabzugsteuer nach § 48b EStG aushändigen. Nur dann wird dieser vom Einbehalt der Bauabzugsteuer absehen.

Steuertipp: Haben Sie noch keine Freistellungsbescheinigung zur Bauabzugsteuer nach § 48b EStG, sollten Sie zeitnah eine solche Bescheinigung beim Finanzamt beantragen. Das funktioniert übrigens nicht online per ELSTER, sondern mit einem formlosen schriftlichen Antrag bei Ihrem Sachbearbeiter im Finanzamt.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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