Zweiradhersteller stellt Insolvenzantrag eRockit: Das schnellste Fahrrad der Welt steht vorerst still

Trotz großer Nachfrage droht dem eRockit das Aus. Der Hersteller aus Hennigsdorf hofft aber noch auf eine Rettung des Leichtkraftrades.

eRockit
Nach der Insolvenz ist die Zukunft für das eRockit ungewiss. Die Hersteller sehen in ihrem Konzept großes Potenzial, aber Investoren halten sich zurück. - © Auto-Medienportal.Net/e-Rockit

Mit dem Insolvenzantrag des Leichtkraftradherstellers eRockit Systems Mitte No­vember 2024 steht die Zukunft für das Elektro-­Bike eRockit in den Sternen. Ge­schäftsführer Andreas Zurwehme hofft aber auf eine Rettung und verweist auf den großen Zu­spruch für "das schnellste Fahrrad der Welt", wie der Zweiradhersteller aus Hennigsdorf sein Produkt be­­worben hat.

Beim eRockit handelt es sich um eine Mischung aus E-Bike und Motorrad. Dabei wird die Muskelkraft, mit der der Fahrer in die Pedale tritt, über eine spezielle An­­triebstechnologie potenziert. Das ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h, sodass mit dem Elektro-Leichtkraftrad sogar auf der Autobahn gefahren werden darf.

eRockit fährt 120 km mit einer Batterieladung

Das Elektro-Zweirad mit einer Dauerleistung von knapp 7 PS (Spitze bis 22 PS) hat eine Reichweite von 120 km pro Batterieladung und ist als Leichtkraftrad der 125er-Kategorie eingestuft. Fahrer benötigen einen Führerschein der Klasse A, A1, A2 oder einen Autoführerschein. 

Nach Angaben des Herstellers haben die Kunden bisher rund 500.000 km mit einem eRockit zu­­rückgelegt. Und die Nachfrage nach dem Elektro-Bike, das in Deutschland knapp 13.000 Euro kostet, sei nach wie vor groß. Als Gründe für den Insolvenzantrag nannte Firmenchef Zurwehme die starke Verunsicherung über die Zukunft der Elektromobilität. Das habe Anleger davon abgehalten, weiter in das Projekt zu investieren. ste/aum