Beschäftigte der "Frankfurter Rundschau" ("FR") sind erneut für den Verbleib aller überregionalen Ressorts in Frankfurt am Main auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di nahmen 80 bis 100 Mitarbeiter aus Verlag, Redaktion und Druckerei an der Arbeitsniederlegung teil.
Erneut Warnstreik bei der "Frankfurter Rundschau"
Frankfurt/Main (dapd-hes). Beschäftigte der "Frankfurter Rundschau" ("FR") sind erneut für den Verbleib aller überregionalen Ressorts in Frankfurt am Main auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di nahmen 80 bis 100 Mitarbeiter aus Verlag, Redaktion und Druckerei an der Arbeitsniederlegung teil.
Die Verhandlungen mit der Geschäftsführung hätten bisher zu keinem Ergebnis geführt, erläuterte die Gewerkschaft. Strittig seien weiter der Umfang des geplanten Stellenabbaus sowie die Umstrukturierung durch Ausgliederung großer Teile der redaktionellen Arbeit in Subunternehmen ohne Bindung an die Zeitungstarife.
Mit dem Warnstreik sollte der Forderung Nachdruck verliehen werden, einen Altersteilzeittarifvertrag abzuschließen. Darin sieht ver.di nach eigenen Angaben ein wesentliches Instrument, um die Kündigung von über 80 Redakteuren zu verhindern.
Wegen anhaltender Verluste sollen bei der "Frankfurter Rundschau" zahlreiche Arbeitsplätze in der Redaktion wegfallen. Geplant sei der Abbau von 88 der 190 Arbeitsplätze, hatte der Kölner Verlag Du Mont Schauberg als Mehrheitseigner der Zeitung Anfang April mitgeteilt. Allerdings sollten auch 44 neue Stellen geschaffen werden.
Die überregionalen Seiten der "FR" sollen künftig komplett von der zur gleichen Verlagsgruppe gehörenden "Berliner Zeitung" und der Du Mont-Redaktionsgemeinschaft produziert werden.
dapd
