Verkehrssicherheit Erkältungspräparate beeinflussen Fahrtüchtigkeit

Im Herbst ist es mal warm, mal kalt und der nächste Regenschauer kommt bestimmt. Husten und Schnupfen sind deshalb auch nicht weit. Betroffene greifen oftmals zu Nasensprays, Tabletten oder Hustensaft, doch deren Einnahme kann für Autofahrer kostspielige Folgen haben.

Medikamente können das Reaktionsvermögen beeinflussen. - © Yantra - Fotolia

Medikamente, die bei Erkältung helfen, könnten die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen. Davor warnt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München. "Reaktion, Aufmerksamkeit, Konzentration, Sehen, Gedächtnis, Motorik, Wahrnehmung und Kritikfähigkeit können beeinflusst werden", sagt KS-Sprecher Thomas Achelis.

Das gilt aber bei Weitem nicht nur für Erkältungsmittel. Zu den Medikamente, die die Fahrtüchtigkeit besonders beeinflussen, zählen laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat vor allem Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Neuroleptiker, Antiallergika und Schmerzmittel.

Viele Medikamente machen müde

Eine Nebenwirkung vieler Arzneimittelwirkstoffe sei, dass sie müde machen. Gerade im Straßenverkehr, wo schnelle Reaktionsfähigkeit gefragt ist, ein Problem. Denn wer müde ist, reagiert langsamer. Deshalb besteht die Gefahr, dass Autofahrer eine Gefahrensituation im Straßenverkehr zu spät erkennen und nicht mehr rechtzeitig reagieren können.

Neben Müdigkeit können Medikamente noch weitere verkehrsrelevante Nebenwirkungen haben. Dazu gehörten Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Unruhe, starkes Schwitzen, Konzentrationsschwäche und starke Blutdruckerkrankungen, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat.

Hinweise auf Beipackzettel beachten

Medikamente, die sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken, enthalten Warnhinweise in den Beipackzetteln. Die seien aber oft schwer verständlich, sagt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz. Wer sich nicht sicher ist, sollte deshalb Arzt oder Apotheker fragen. Denn wer nach der Einnahme von Medikamenten fahruntauglich wird und einen Unfall verursacht, wird nach Erfahrungen des KS voll zur Verantwortung gezogen.

Gefährliche Wechselwirkungen

Besonders wichtig sind der Rat von Arzt oder Apotheker, wenn mehrere Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Denn die einzelnen Medikamente können Wechselwirkungen haben, die für Laien nicht kalkulierbar sind. aml/dapd

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