Das Bundesfinanzministerium sieht die wirtschaftliche Erholung in Deutschland noch nicht als gefestigt an. Im Schlussquartal 2009 hat die deutsche Wirtschaft eine "Wachstumspause" eingelegt.

Erholung ist anfällig für Rückschläge
Zwar habe sich die deutsche Konjunktur stabilisiert, ein sich selbst tragender Aufschwung sei jedoch noch nicht zu erkennen, schreibt Finanzstaatssekretär Hans Bernhard Beus im Editorial zum Monatsbericht. Die Konsolidierung der Bilanzen der Finanzinstitute sei noch nicht abgeschlossen. Auf dem bislang zwar bemerkenswert widerstandsfähigen Arbeitsmarkt sei im Laufe des Jahres mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung zu rechnen. Das wiederum dürfte den privaten Konsum belasten.
Die Finanz- und Wirtschaftspolitik sieht Beus vor enormen Herausforderungen. Die Bundesregierung strebe an, 2011 mit der Konsolidierung der Haushalte zu beginnen und bis 2013 das Defizit wieder unter den Maastricht-Referenzwert von drei Prozent zu drücken.
ddp