Die Haushaltssperre für die Förderung Erneuerbarer Energien ist augehoben. Das SHK-Handwerk wertet die Entscheidung als "positives Zeichen für die weitere Entwicklung im Wärmemarkt." Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks betont die Wichtigkeit von Investitionen in Erneuerbare Energien.
"Erfolg für Klimaschutz im Wärmemarkt"
"Die Kraft der besseren Argumente hat sich durchgesetzt", urteilt ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Elmar Esser. Als Interessenvertretung von 50.000 Betrieben des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks hatte der ZVSHK das Einfrieren der Fördergelder nachdrücklich kritisiert. "Wir haben befürchtet, dass verunsicherte Eigenheimbesitzer und Investoren langfristig abgeschreckt werden, in Heizungsmodernisierung zu investieren", sagt Elmar Esser. "Die Aufhebung der Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm ist daher vor allem ein Erfolg für den Klimaschutz im Wärmemarkt."
"Dank der Aufhebung des Förderstopps im Marktanreizprogramm können Erneuerbare Energien im Wärmebereich im laufenden Jahr wieder gefördert werden. Das ist gut und richtig", findet Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Sanierungswillige Hausbesitzer erhalten durch den Beschluss die notwendige Planungssicherheit. Gleichwohl bleibt laut ZDH ein "dicker Wermutstropfen": "Die Finanzmittel werden zukünftig verringert, für viele Anlagen werden die Anforderungen massiv verschärft, viele der bislang verbauten Anlagen künftig gar nicht mehr gefördert. Der Anreiz für sanierungswillige Hausbesitzer, in Anlagen für Erneuerbare Energien zu investieren, sinkt deutlich", kritisiert Schwannecke.
"Gut ausgestaltetes Marktanreizprogramm kennt nur Gewinner"
Berechnungen des Münchener ifo-Institut haben vor kurzem ergeben, dass die Fördermittel im Marktanreizprogramm mehr als sieben Mal so hohe private Investitionen auslösen. Das Programm bringt laut Gutachten dem Staat über Steuern und Abgaben mehr ein, als es kostet. "Vor allem aber hilft es dabei, die Klimaschutzziele zu erreichen, die Nutzung klassischer Energieerzeuger zu verringern, sowie im Handwerk Qualifizierung und Beschäftigung zu sichern. Also: Ein gut ausgestattetes Marktanreizprogramm kennt nur Gewinner", sagt Schwannecke.
Ungeachtet der Entwicklung um das Marktanreizprogramm wirbt das SHK-Handwerk weiter um sein im Frühjahr vorgestelltes Konzept eines Energieeffizienzfonds. "Das von der Bundesregierung zurzeit erarbeitete nationale Energiekonzept muss aus unserer Sicht den Strom- und Wärmemarkt gleichberechtigt berücksichtigen. Unser Fondsmodell zeigt neue Wege zu mehr Energieeffizienz in Gebäuden auf – unabhängig von staatlich geförderten Anreizprogrammen", betont Hauptgeschäftsführer Esser.
dhz