Unternehmen ist gewappnet Erdbebenkatastrophe für Rückversicherer günstiger als Hurrikane

Winterstürme in Europa oder ein Hurrikane in den USA könnten den Münchener Rückversicherer Munich Re mehr kosten als das Erdbeben in Japan. "Da kalkulieren wir mit maximal etwa drei Milliarden Euro bei den extremsten Szenarien eines Sturms", sagte Vorstand Ludger Arnoldussen dem "Handelsblatt".

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Erdbebenkatastrophe für Rückversicherer günstiger als Hurrikane

Düsseldorf (dapd). Winterstürme in Europa oder ein Hurrikane in den USA könnten den Münchener Rückversicherer Munich Re mehr kosten als das Erdbeben in Japan. "Da kalkulieren wir mit maximal etwa drei Milliarden Euro bei den extremsten Szenarien eines Sturms", sagte Vorstand Ludger Arnoldussen dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Für die Erdbebenkatastrophe in Japan habe das Unternehmen 1,5 Milliarden Euro bezahlen müssen, die Kosten für ein Beben in Tokio schätze man auf höchstens 2 Milliarden Euro.

Die Versicherer hätten generell jedoch keine Sorge, dass mehrere solcher Großkatastrophen aufeinanderträfen. Es sei theoretische möglich, dass ein riesiges Erdbeben zeitgleich mit einem Wintersturm und Hurrikan stattfinde, "aber extrem unwahrscheinlich", wie Arnoldussen der Zeitung sagte. Darüber hinaus sei das Unternehmen selbst für einen solchen Fall gewappnet. Man vertraue auf Wahrscheinlichkeiten und das Streuen von Risiken. Außerdem gingen bei steigenden Kosten für Schäden über kurz oder lang auch die Preise für die Deckungen der Versicherer in die Höhe. "Naturkatastrophen sind unser Geschäft", sagte Arnoldussen.

dapd