Lutz Fleck, der Geschäftsführer der FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG aus Heidenau, gehört zu den Visionären einer nachhaltigen Energienutzung. Nächstes Jahr soll ein emissionsfreies und dezentrales Energieversorgungssystem konventionelle Benzingeneratoren ersetzen. Ein Zukunftsprojekt ist bereits im Dresdner Zwinger im Einsatz.

Spätestens mit der letztjährigen Entscheidung des Bundes für Chemnitz als Standort eines Wasserstofftechnologiezentrums und der Verabschiedung der Sächsischen Wasserstoffstrategie Anfang 2022 war Lutz Fleck klar: "Wir haben richtig gelegen!" Seit 2009 widmet sich FAE Elektrotechnik der Entwicklung netzunabhängiger und effizienter Energieversorgungssysteme auf Basis der Brennstoffzellentechnologie.
Seine Motivation ist so einfach wie einleuchtend: "Als Bürger und Unternehmer möchte ich unsere Erde erhalten und leiste im Rahmen meiner Möglichkeiten dazu einen Beitrag. Warum sollen wir warten, bis es die anderen tun?", so Lutz Fleck.
Deshalb erforscht, erprobt und realisiert sein Unternehmen im Verbund mit HZwo, dem sächsischen Innovationscluster für Brennstoffzellen und Wasserstoff, innovative Anwendungen. Während sich ein aktuelles Projekt unter dem Titel HyWeld mit dem portablen, netzunabhängigen und nachhaltigen Schweißen mittels Energie aus Wasserstoff beschäftigt, steht ein anderes kurz vor dem Abschluss: Ein selbst entwickeltes emissionsfreies und dezentrales 5-kW-Energieversorgungssystem, in dem Brennstoffzellen und Batterien zu einem Hybridsystem kombiniert werden, soll in einem Jahr Marktreife erlangen und konventionelle Benzingeneratoren ersetzen. Weil störende Motorengeräusche und schädliche Abgase entfallen, eignet es sich auch zum Einsatz in Naturschutzgebieten. Ein weiteres Zukunftsprojekt des 1992 gegründeten Unternehmens ist die Entwicklung und Fertigung eigener LED-Leuchten am Standort Heidenau.
LED-Leuchten made in Heidenau
Kunden erhalten maßgeschneiderte Lösungen vom Einzelstück bis zur Serienleuchte in gleichbleibender Qualität. "Die Resonanz ist super. Man kennt uns als zuverlässigen Partner und vertraut auch in diesem Bereich auf unser Know-how", so Lutz Fleck, der unlängst in einen zweiten Bestückungsautomaten für LED-Leiterplatten investiert hat und die Produktion ausweiten möchte. "Der Bedarf ist da", zeigt er sich überzeugt. Sichtbar sind die LED made in Heidenau bereits in namhaften Objekten: So verantwortete die FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG die Herstellung und Montage der Beleuchtung in der Dresdner Schwimmhalle Freiberger Straße.

Wichtiges Anliegen für den Nachwuchs
Kreativität beweist das Unternehmen mit 18 Dodekaeder-Leuchten, die für den Dresdner Zwinger gefertigt wurden. Das Potential des Betriebes in Sachen Energiewende lässt sich nur mit einem engagierten Team ausschöpfen. Auf das kann Lutz Fleck vertrauen: "Eine interne Umfrage zeigt, dass unsere Mitarbeiter stolz auf die innovative Ausrichtung sind", berichtet der Unternehmer, der 150 Frauen und Männer, darunter 17 Lehrlinge, beschäftigt. Gleichzeitig stellt auch ihn die Suche nach neuen Arbeitskräften vor Herausforderungen: "Der Markt ist leer", lautet die nüchterne Bilanz.
Hoffnungsschimmer sieht Lutz Fleck im engagierten Nachwuchs: "Für junge Leute ist das Energiethema ein wichtiges Anliegen. Wenn wir die, die freitags auf die Straße gehen, positiv ansprechen, hat das Elektrohandwerk Zukunft." Wer in seinem Betrieb eine Ausbildung zum Elektrotechniker beginnt, bekommt keinen Job von der Stange. "Jeder probiert sich aus, findet das, was ihm liegt und wird dann auch dort eingesetzt", so Lutz Fleck, der mit Matthias Suschke den besten Elektrotechnikermeister des aktuellen Meisterjahrgangs im Kammerbezirk Dresden als Ausbilder in seinen Reihen hat.