Energieausweis Energiepass-Geiz kann teuer werden

Hausbesitzer sollten beim Energiepass nicht an der falschen Stelle sparen. Wer keinen oder nur einen unvollständigen Energieausweis hat, dem drohen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro.

Energiepass-Geiz kann teuer werden

Als unvollständig gelte der Ausweis zum Beispiel dann, wenn er keine Tipps zur Sanierung und Verbesserung der Energiebilanz enthält. Zwar koste die eingehende Vor-Ort-Analyse durch einen erfahrenen Architekten oder qualifizierten Energieberater einige hundert Euro, doch nur so kann ein "zuverlässiger Fahrplan für eine energiesparende Modernisierung" aufgestellt werden, betont der Experte. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Energiesparberatung für Ein- und Zweifamilienhäuser bis Ende 2009 mit einem Zuschuss von 175 Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass die Beratung nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstellungeines Gebäudeenergieausweises steht.

"Wer ab 1. Juli bei Verkauf oder Neuvermietung seiner Immobilie keinen oder nur einen unvollständigen Energieausweis vorlegen kann, dem drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro", warnt Christoph Flechtner, Rechtsexperte der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

"Die von der BAFA geförderte Energieberatung muss vollständig abgeschlossen sein, bevor der Energieausweis ausgestellt werden kann", hebt Flechtner hervor. Als Abschluss der geförderten Beratung gilt das Datum, an dem der Energieberater seinen Beratungsbericht überreicht und ihn dem Auftraggeber erläutert hat.

ddp