Der 19. Bundesliga-Spieltag im Check von deutsche-handwerks-zeitung.de Energieleistung von Zimmermann Klose

Dass Miroslav Klose an diesem Abend noch ein Tor schießen würde, wer hätte das gedacht!? Drei hochkarätige Chancen versiebte der Zimmermann aus der Pfalz gegen Borussia Dortmund. Am Ende zimmerte der Bayern-Stürmer dann doch noch zwei Tore rein und ließ den FCB lachen. Kolumne von Stefan Galler

Energieleistung von Zimmermann Klose

Meisterbetrieb: Salto statt Händedruck

Als Landon Donovan an der Mittellinie auftauchte, dürfte Miroslav Klose für sich bereits einen dicken Strich unter diesen Sonntagnachmittag gezogen haben. Eine Vielzahl hochkarätiger Chancen hatte der Bayern-Stürmer im Spiel gegen Dortmund bis zu diesem Zeitpunkt ausgelassen, als kleine Zugabe noch einen satten Tritt von Boateng aufs Knie bekommen, es stand 1:1 und nun würde er wohl weichen müssen für den US-Joker. Doch nicht er, sondern Luca Toni wurde von Coach Klinsmann zum Duschen geschickt, und der Italiener nahm das in etwa mit so viel Humor, als hätte ihm einer die Ferrari-Schlüssel oder den Schinken von der Pizza geklaut. Die dargebotene Klose-Hand zum Abklatschen schlug er aus, ein weiteres Negativerlebnis für den sensiblen Nationalstürmer.

Kurz vor Schluss schlug dann doch noch seine Stunde und der tief erleichterte Doppel-Torschütze vor lauter Begeisterung einen Salto: In der 87. und 91. Minute sicherte Klose den Bayern mit seinen Treffern den dringend notwendigen Erfolg gegen die Borussia und Rang zwei in der Tabelle – schließlich waren die Münchner durch Miros späte Energieleistung die einzige Mannschaft aus den Top 5 der Liga, die an diesem Wochenende gewann. Vielleicht gab’s dafür von Luca Toni dann doch noch ein Stück Pizza, zumindest aber bestimmt einen Händedruck.