Gute Nachrichten für Handwerker des Bau- und Ausbaugewerbes: Die Bundesregierung stockt das CO2-Gebäudesanierungsprogramm um 750 Millionen Euro auf. Von Patrick Choinowski
Energetische Gebäudesanierung ist ein "Renner"
Durch die Maßnahme, die in dieser Woche vom Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen wurde, werden nach Angaben des Bundesbauministeriums dieses Jahr private Investitionen für Neubau und Sanierung energieeffizienter Gebäude in einer Höhe von insgesamt über sechs Milliarden Euro ermöglicht. "Mit der Aufstockung erreichen wir schnell und unbürokratisch, dass noch dieses Jahr gebaut und saniert wird", kommentierte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Beschluss des Haushaltsausschusses. Die Bauwirtschaft erhalte dadurch die notwendigen Aufträge, um Arbeitsplätze zu erhalten. Durch die Baumaßnahmen konnten zudem laut Ministerium bisher bereits bis zu 220.000 Arbeitsplätze beim Mittelstand und im Handwerk geschaffen oder gesichert werden. "Das Geld kommt genau dort an, wo es gebraucht wird: bei den kleinen, örtlichen Unternehmen und Handwerksbetrieben", sagte Tiefensee.
Das Handwerk nimmt die Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms lobend zur Kenntnis und bezeichnet es als "Renner". "Die zusätzlichen Fördermittel werden zu konkreten Aufträgen an Unternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes führen", sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler. "Sie geben einen zusätzlichen Stabilisierungsimpuls für den wichtigen Wirtschaftsbereich Handwerk."
"Wichtiges klimaschutzpolitisches Signal"
Die Ausweitung der Gebäudesanierung zielt jedoch nicht nur auf die Unterstützung des Handwerks. "Die Förderung privater Investitionen in energieeffizientes Bauen über die KfW-Bank ist neben der Energieeinsparverordnung das wichtigste Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung im Gebäudebereich", erklärt das Bundesbauministerium. Auch ZDH-Präsident Kentzler deutet die Aufstockung als "wichtiges klimaschutzpolitisches Signal".
Nach Angaben des Bundesbauministeriums konnte der CO2-Ausstoß in Deutschland seit 2006 durch die geförderten Investitionen an Wohngebäuden jährlich um rund 3,2 Milliarden Tonnen CO2 reduziert werden. In diesem Zeitraum seien rund 1,1 Millionen Wohnungen auf einen hohen energetischen Standard gebracht oder neu gebaut worden.