Die Forderung der Energie-Ethik-Kommission, Atommüll rückholbar zu lagern, spricht aus Expertensicht nicht gegen den Salzstock Gorleben als Endlager. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, sagte der "Frankfurter Rundschau" vom Dienstag, rückholbar zu lagern, entspreche auch den Erkenntnissen seiner Behörde.
Endlager Gorleben für Bundesamt noch nicht vom Tisch
Berlin (dapd). Die Forderung der Energie-Ethik-Kommission, Atommüll rückholbar zu lagern, spricht aus Expertensicht nicht gegen den Salzstock Gorleben als Endlager. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, sagte der "Frankfurter Rundschau" vom Dienstag, rückholbar zu lagern, entspreche auch den Erkenntnissen seiner Behörde. "Spätestens die Bilder aus der Asse zeigen, dass ein Ignorieren fachlicher Probleme diese nicht löst, sondern nur verschärft."
Man müsse das beste Wissen von heute für die Lagerung nutzen, aber auch künftigen Generationen ermöglichen, "wieder sicher an die Abfälle heranzukommen", sagte König. Die Rückholbarkeit der Abfälle zähle daher seit Ende 2010 zu den Anforderungen an jedes Endlager. "Ob Gorleben für eine rückholbare Lagerung geeignet ist oder nicht, kann aber derzeit noch niemand beantworten", erklärte König. Er sprach sich erneut für eine bundesweite Suche nach Endlagern aus.
dapd
