Wer Rang und Namen im Elektronikgeschäft hat, präsentiert sich in dieser Woche auf der CES in Las Vegas. Fernseher und Smartphones mit krummen Bildschirmen und modische Accessoires wie Fitnessbänder und Uhren mit Internetanschluss zählen zu den Top-Trends des Jahres.
Steffen Guthardt

Anfang Januar wird die Wüstenstadt Las Vegas traditionell zum Zentrum der Unterhaltungselektronik. Bis zum 10. Januar zeigen Samsung, LG oder Acer ihre technischen Neuheiten. Im Trend für 2014 liegt alles, was krumm ist. Gebogene Bildschirme sollen vor allem auf Großbildfernsehern zu einem noch realistischeren Bildeindruck führen. Durch das gebogene Display soll der Abstand zwischen den Bildpunkten und den Augen des Zuschauers überall gleich sein und so den Tiefeneindruck verstärken. Zum Greifen nah soll das Fernseherlebnis im Zusammenspiel mit noch hochauflösenderen Bildschirmen werden. Während Full-HD auf Fernsehern längst Standard ist, zeigen immer mehr Hersteller Geräte mit UHD-Auflösung, die bis zu viermal schärfer als die bisherigen Bildschirme sein sollen.
Dazu zählt etwa der Samsung-Bildschirm S9. Die Diagonale misst 215,4 cm und löst mit 3.840 x 2.160 Pixel auf. Der Durchbruch auf dem Massenmarkt dürfte für Geräte dieser Art allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen. Die Preise für die meisten der Fernseher befinden sich im höheren vierstelligen oder fünfstelligen Bereich. So liegt die unverbindliche Preisempfehlung des S9 bei 34.999 Euro. Für die meisten Konsumenten bleibt ein solches Fernseherlebnis damit vorerst unbezahlbar.
LG zeigt gebogenes Handy
Interessanter dürften für meisten Fans von Unterhaltungselektronik derzeit die neuen Smartphones und Tablet-PCs mit gekrümmten Bildschirmen sein. Wegen des viel weniger verbauten Materials, liegen die Preise nicht weit über anderen Geräten der Oberklasse. So hat LG auf der CES sein Handy G Flex auch für den amerikanischen Markt angekündigt. In einigen Monaten könnte Europa folgen. LG verlangt für das Smartphone mit gebogenem Bildschirm ohne Mobilfunkvertrag rund 700 Euro.
Der zweite große Trend auf der Consumer Electronics Show ist die Kombination von modischen Accessoires wie Uhren, Brillen und Armbändern mit neuester Technik, so genannte Wearables. Nachdem Google bereits mit seiner Datenbrille Google Glass für viel Aufmerksamkeit sorgte, war die Internet-Uhr Samsung Galaxy Gear auf der IFA 2013 in Berlin der Messestar. Nun zeigen auf der CES eine Reihe von Herstellern ihre weiterentwickelten Geräte, mit denen sich über Sprachsteuerung z.B. das Handy anweisen lässt oder die neuesten E-Mails und Anrufe direkt auf der Uhr angezeigt werden können.
Intelligente Accessoires
Ein interessantes Modell ist die Martian Notifier. Sie wirkt für eine vernetzte Uhr äußerst elegant und lässt sich kaum von einer Designeruhr unterscheiden. Neben dem ablesen der Uhrzeit, wird der Träger aber auch jederzeit darüber informiert, wenn neue Nachrichten, z.B. über WhatsApp, per Sms oder Mail auf seinem Smartphone eingehen. Befehle an das Handy lassen sich dann per Sprachsteuerung senden.
Hoch im Kurs stehen auch Fitnessarmbänder. Die Branche will zeigen, dass neueste Technik nicht nur für "Couchpotatoes", sondern auch für sportlich aktive Konsumenten attraktiv ist. So lassen sich über die Armbänder verschiedene Trainingsprogramme einstellen und diverse Körperfunktionen wie etwa der Pulsschlag oder der Blutdruck kontrollieren.
Doch die CES zeigt natürlich noch viele weitere, mehr oder wenige nützliche Gadgets. Zum Beispiel Zahnbürsten, die kontrollieren, wie gründlich die Zähne geputzt wurden oder kleine Roboter, die in ein paar Jahren zu Alltagshelfern werden sollen. Das Jahr dürfte für Technikfans nicht langweilig werden.
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