ZVEH Elektrohandwerk setzt auf Impulse von der EU

Die Elektro- und informationstechnische Handwerke bekräftigen die jüngste Initiative der EU, reduzierte Mehrwertsteuersätze flächendeckend zu realisieren.

Elektrohandwerk setzt auf Impulse von der EU

Die Generaldirektion Steuern und Zollunion der Europäischen Kommission hat ein Konsultationsverfahren zum Thema ermäßigte Mehrwertsteuer­sätze eröffnet. Es soll die Grundlage für eine Überarbeitung der bestehen­den Rechtsvorschriften bilden. Der ZVEH hatte bereits in der Vergangen­heit darauf gedrängt, dass vorhandene EU-rechtliche Mög­lichkeiten in Deutschland umgesetzt werden, so dass ein reduzierter Mehrwertsteuer­satz für lohnintensive Arbeiten eingeführt werden kann. In einem Schrei­ben an die Generaldirektion hat der ZVEH nun deutlich das jüngste Vor­haben befürwortet und alle Unterstützung zugesagt.

Der ZVEH sieht in der Form eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes ein probates Mittel im Kampf gegen die sozialschädliche Schattenwirtschaft. Aus diesem Grund hatte das höchste Organ des ZVEH, die Mitglieder­versammlung, bereits im Juni 2005 eine entsprechende Resolution ver­fasst. Die Bundesregierung ließ seinerzeit jedoch ohne Reaktion die Frist verstreichen, in der man sich zum europaweiten Pilotversuch hätte anmelden können.

Aus Sicht des ZVEH ist eine grundlegende EU-rechtliche Überarbeitung der Anwendungsbereiche reduzierter Mehrwertsteuersätze über die bis­herigen testorientierten Politikansätze hinaus ein dringend notwendiger Ansatz.