Auf dem Weltautomobilkongress "Fisita" in Maastricht wird heute der Prototyp eines Elektro-Transporters vorgestellt. Er soll 18 Prozent mehr Ladekapazität haben als E-Transporter mit vergleichbarem Radstand.
Der Elektro-Transporter kann bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,2 t eine Nutzlast von 700 kg aufnehmen. Er hat eine Reichweite von 100 km und fährt maximal 100 km/h schnell. Der Verzicht auf die B-Säule soll das Be- und Entladen erleichtern, der Fahrer kann auf beiden Seiten ein- und aussteigen.
Die Entwickler vom Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen haben beim Bau des Elektro-Transporters nach eigenen Angaben die aktuellsten Technologien eingesetzt wie Radnabenmotoren, die über ein zweistufiges Getriebe verfügen, oder eine Hochvoltbatterie, die aus 80 Li-NMC-Zellen besteht.
Realisiert wurde das Fahrzeug im Rahmen des EU-Projektes „Deliver“, dessen Ziel es ist, die Umweltbelastung im innerstädtischen Lieferverkehr um 40 Prozent zu senken. Neben der RWTH Aachen waren Partner aus ganz Europa beteiligt, darunter Fiat, VW oder Michelin.

