Förderinitiative eKompetenz-Netzwerk wird Handwerker unterstützen

Handwerker werden in Zukunft mehr staatliche Unterstützung im Bereich der Informations- und Komunikationstechnologien (IKT) erhalten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird deutschlandweit 50 Kompetenzzentren fördern, die KMU und Handwerker dabei unterstützen sollen, ihre IT-Kompetenz zu verbessern und Geschäftsprozesse zu digitalisieren.

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat die Förderinitiative "eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen" gestartet. Im Rahmen der Initiative sollen regionale Kompetenzzentren als kompetente und neutrale Anlaufstellen für Unternehmen geschaffen werden. Diese können sich mit ihren spezifischen Fragen im Bereich IKT- und E-Business-Lösungen an die Stellen wenden, die gleichzeitig die Funktion von Lotsen zwischen Anwendern und Dienstleistern übernehmen.

Wettbewerbsfähig bleiben

Eine integrierte, IKT-gestützte Abwicklung der Geschäftsprozesse eines Unternehmens sei unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilhabe am nationalen und internationalen Wettbewerb, so das BMWi. Um hier den Anschluss nicht zu verlieren, müssten Unternehmen eine entsprechende IKT-Infrastruktur aufbauen und nutzen. Dazu seien aber Großunternehmen aufgrund ihrer Ressourcen eher in der Lage als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerker. Dort seien die erforderlichen IKT-Kompetenzen kaum oder nur bedingt vorhanden, oftmals würden die finanziellen, zeitlichen oder personellen Ressourcen fehlen.

Die notwendige qualifizierte Unterstützung vor allem für KMU und Handwerker sollen die neu zu gründenden Kompetenzzentren leisten. Zu den Adressaten gehören auch kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und unterschiedlicher Erfahrung im IKT-Bereich: sowohl Einsteiger, als auch Unternehmen, die schon einzelne IKT-Lösungen einsetzen und Informationen zu aktuellen Entwicklungen benötigen.

Handwerkskammern gefragt

Mit Hilfe des Angebots der Kompetenzzentren sollen die Unternehmen in die Lage versetzt werden zu erkennen, wie IKT eingesetzt werden kann, um die Geschäftsprozesse durchgehend digital abzuwickeln und damit
  • Unternehmensprozesse effizienter zu gestalten
  • Unternehmensprozesse sicherer durchzuführen
  • und Marketing und Vertrieb zu optimieren.

Unterschiedliche Akteure können Kompetenzzentren gründen: Antragsberechtigt sind unter anderen entsprechend qualifizierte Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und auch Handwerkskammern. Das BMWi wünscht sich vor allem eine Zusammenarbeit von Kammern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Details zu Dauer und Art der Förderung sind auf der Internetseite des BMWi zu finden. dhz