EVG-Vorsitzender: "Was wir brauchen ist eine nachhaltigere Verkehrspolitik" Eisenbahngewerkschaft lehnt Atomstrom auf der Schiene ab

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat sich gegen den Betrieb von Bahnen mit Atomstrom ausgesprochen. Die Abschaltung von Kernkraftwerken allein reiche nicht aus, sagte EVG-Vorsitzender Alexander Kirchner auf der Kundgebung zum 1. Mai in Erfurt laut einem vorab verbreiteten Redeprotokoll. "Was wir brauchen ist eine nachhaltigere Verkehrspolitik", forderte er.

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Eisenbahngewerkschaft lehnt Atomstrom auf der Schiene ab

Erfurt (dapd). Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat sich gegen den Betrieb von Bahnen mit Atomstrom ausgesprochen. Die Abschaltung von Kernkraftwerken allein reiche nicht aus, sagte EVG-Vorsitzender Alexander Kirchner auf der Kundgebung zum 1. Mai in Erfurt laut einem vorab verbreiteten Redeprotokoll. "Was wir brauchen ist eine nachhaltigere Verkehrspolitik", forderte er.

Die Forschungsgelder des Bundes dürften nicht allein in den Straßenverkehr fließen, sondern müssten auch der Schiene zugute kommen. "Wer ernsthaft Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern will, um CO2-Emissionen zu senken, muss dafür auch die Voraussetzungen schaffen", sagte er. Bislang seien allerdings noch keine innovativen Ansätze für den "ökologisch fragwürdigen Dieselantrieb" entwickelt worden.

Die EVG war im November aus den Gewerkschaften Transnet und GDBA hervorgegangen. Sie vertritt rund 240.000 Mitglieder.

dapd