Der deutsche Einzelhandel hat im Juli saison- und kalenderbereinigt real 1,5 Prozent weniger umgesetzt als Vormonat. Ökonomen hatten nur einen Umsatzrückgang um 0,4 Prozent erwartet.
Einzelhandelsumsatz im Juli überraschend schwach
Wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage erster vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilte, verzeichneten die Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat eine reale Stagnation, nachdem sie im Juni einen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent hinnehmen mussten. Allerdings hatte der Juli 2008 mit 27 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Juli 2007. Der monatliche Rückgang im Juni um real 1,4 Prozent wurde bestätigt.
Nominal lagen die Umsätze im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent (Vormonat: minus 1,4 Prozent) niedriger, während auf Jahressicht ein Zuwachs von 3,1 Prozent (minus 1,2 Prozent) registriert wurde.
Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juli nominal 2,2 Prozent mehr und real 2,9 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 2,4 Prozent mehr und real 2,9 Prozent weniger umgesetzt, beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze sowohl nominal als auch real unter den Werten des Vorjahresmonats (nominal minus 0,4 Prozent, real minus 3,9 Prozent).
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde in allen Branchen dieses Bereichs nominal und real mehr als im Vorjahr abgesetzt (nominal plus 3,9 Prozent, real plus 2,0 Prozent).
Von Januar bis Juli dieses Jahres setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,2 Prozent mehr und real 0,5 Prozent weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
ddp