Finanzmarktkrise Einlagen bei Genossenschaftsbanken sind sicher

Genossenschaftsbanken schützen Kundeneinlagen in vollem Umfang. Der genossenschaftliche Bankensektor ist bisher insgesamt nur relativ wenig von der Finanzmarktkrise betroffen. Von Karin Birk, Berlin

Das Geld bei den Volks- und Raiffeisenbanken ist nach Auskunft des BVR sicher. Foto: ddp

Einlagen bei Genossenschaftsbanken sind sicher

"Einlagen und Inhaberschuldverschreibungen der Kunden schützt das erste und älteste Bankensicherungssystem Deutschlands zu 100 Prozent und ohne jegliche Begrenzung", erklärt der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Damit gehe der Schutz der Sicherungseinrichtung weit über den gesetzlichen Rahmen von maximal 20.000 Euro hinaus. Geschützt seien Spareinlagen, Sparbücher, Sparbriefe, Termineinlagen, Festgelder und Sichteinlagen auf Girokonten von Privatpersonen und Unternehmen sowie Inhaberschuldverschreibungen. Da auch die meisten Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen seien, schütze die Sicherungseinrichtung des BVR auch Anleger solcher Papiere vor dem Ausfall des Emittenten, so lange dieser Mitglied der Sicherungseinrichtung des BVR sei.

Wie der BVR weiter mitteilte, hat bisher noch keine der im Verband vertretenen Volks- oder Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD-Banken, Kirchenbanken oder Bausparkassen um Hilfe der Sicherungseinrichtungen bitten müssen. Auch verfüge der genossenschaftliche Finanzverbund über eine robuste Einlagenseite und sei nicht auf eine Refinanzierung über den Kapitalmarkt angewiesen. "Volks- und Raiffeisenbanken stehen ihren privaten und mittelständischen Kunden weiterhin in ausreichendem Maße und zu fairen Konditionen mit Krediten zur Verfügung", heißt es weiter. Insgesamt sei der genossenschaftliche Bankensektor bisher nur relativ wenig von der Finanzmarktkrise betroffen gewesen, so dass der gesamte Abschreibungsbedarf bei einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag liege.