Bundeskongress der Unternehmerfrauen "Eine Anerkennung für das, was man geleistet hat"

Auf dem Bundeskongress der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) in Fürth ist Heidi Kluth als Bundesvorsitzende wiedergewählt worden. Susanne Jantzen erhielt die Auszeichnung "Unsere UFH-Frau 2012".

Heidi Kluth, die wiedergewählte Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk (li.), und Susanne Jantzen, die frischgekürte UFH-Frau 2012. - © Daniela Lorenz

Heidi Kluth wurde als 1. Vorsitzende des Bundesverbandes bestätigt. Den neu gewählten Vorstand komplettieren Cornelia Philipp (2. Vorsitzende), Margit Niedermaier (Pressewartin), Beate Roll (Schatzmeisterin), Anne Dohle (Geschäftsführerin) und die neu ins Gremium gewählte Birgit Fröhlich, die die ausscheidende Astrid Vogel als Schriftführerin ersetzt.

"In den nächsten drei Jahren wünschen wir uns, die Unternehmerfrauen in Deutschland dort bekannt zu machen, wo sie noch nicht bekannt sind", gab Heidi Kluth als Parole für ihre neue Amtszeit aus. "Jeder im Handwerk in Deutschland sollte wissen, was UFH ist."

Im Rahmen der Veranstaltung kürten die Unternehmerfrauen auch ihre "UFH-Frau 2012". Die Jury entschied sich für Susanne Jantzen. Sie leitet zusammen mit ihrem Mann Bernhard eine Schreinerei in Saarbrücken und führt die Firma trotz mehrerer Schicksalsschläge erfolgreich. "Es ist eine Anerkennung für das, was man geleistet hat. Das berührt mich sehr", freute sich die Preisträgerin, nachdem sie mit Ovationen gefeiert wurde. "Wir sind nur stark, weil wir als Familie zusammenhalten. Mein Mann stärkt mir den Rücken und ich meinem Mann." Der Preis "Unsere UFH-Frau " wurde zum ersten Mal vom Bundesverband vergeben. "Wir wollen uns feiern und stellvertretend feiern wir eine von uns", sagt Heidi Kluth über die Motivation zum neu initiierten Preis.

Auf dem Bundeskongress, der einmal im Jahr stattfindet, tauschen sich die Unternehmerfrauen im Handwerk aus. Mit dabei sind Unternehmerfrauen, Selbstständige mit eigenem Betrieb und Töchter, die einen Familienbetrieb übernehmen.

Jutta Rump, Professorin am Institut für Beschäftigung und Employability an der Fachhochschule Ludwigshafen, sprach in ihrem Vortrag über Arbeitswelten im Wandel und stellte fünf Megatrends der Zukunft vor: demografische Entwicklung, gesellschaftlicher Wertewandel, Frauen, Arbeitsplatzentwicklung und Nachhaltigkeit. Zentrale Frage für Betriebe sei, wie man Mitarbeiter motiviert, kompetent und gesund erhalte, wenn die Menschen immer länger arbeiten müssen und immer weniger Nachwuchs folgt. "Wir werden nicht umhinkommen, über unsere Arbeitsprozesse und Arbeitssstrukturen nachzudenken", so Jutta Rump. dan

Die Unternehmerfrauen im Handwerk finden Sie im Internet unter bv-ufh.de .