Typklassen Kfz-Versicherung Ein Viertel der Fahrzeugmodelle wird umgestuft

Für manche wird es teurer, für viele bleibt alles gleich: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat die Typklassen für Kfz-Versicherungen veröffentlicht. Für etwas mehr als ein Viertel der Fahrzeugmodelle wird sich im kommenden Jahr etwas ändern.

Das neue Typklassenverzeichnis für 2013 steht: Viele Autos behalten ihre Einstufung. - © Foto: Alexandra Gl/Fotolia

Bei den Typklassen in der Kfz-Versicherung gibt es im kommenden Jahr nur wenige Umstufungen. Für etwa drei Viertel (72 Prozent) aller Autobesitzer bleibt die Typklasse in der Haftpflichtversicherung gleich, teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Für knapp 13 Prozent verschlechtert sich die Klasse, für rund 15 Prozent verbessert sie sich. In der Kfz-Haftpflicht gibt es 16 Typklassen.

In der Vollkaskoversicherung bleibt die Typklasse für rund 62 Prozent der Fahrzeuge unverändert, so der GDV weiter. 31 Prozent werden besser eingestuft, 7 Prozent schlechter. In der Teilkasko steht rund 3 Prozent eine Verschlechterung bevor und 31 Prozent eine Verbesserung. In der Vollkasko gibt es 25 Typklassen, in der Teilkasko 24.

Fahrweise der Nutzer spielt eine Rolle

Die Typklassen ergeben sich unter anderem aus den Schaden- und Unfallbilanzen der in Deutschland zugelassenen Automodelle. Gab es bei einem Fahrzeugtyp also weniger Schäden als im Vorjahr, die gemeldet und entschädigt wurden, wird das Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft und umgekehrt.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung werden die Typklassen vor allem von der Fahrzeugart und der Fahrweise der Nutzer beeinflusst. In der Kaskoversicherung werden neben Verkehrsunfällen auch Autodiebstähle, Fahrzeugbrände oder Glasschäden bei der Einstufung in die Typklasse berücksichtigt.

Einstufung für Kfz-Versicherer unverbindlich

Anhand der aktuellen Daten in der Schadensentwicklung passt der GDV jährlich die Typklassenstatistik für alle 24.000 Automodelle an. Die Typklasseneinstufung ist für die Kfz-Versicherer unverbindlich, sie bietet ihnen aber Orientierung bei der Berechnung der Beiträge.

Ein weiteres Tarifmerkmal ist die Regionalklassenstatistik. Sie spiegelt die Schadensbilanz einer bestimmten Region wider. In der Regionalklassenstatistik ändert sich nach GDV-Angaben ebenfalls wenig: Bei der Kfz-Haftpflicht gibt es für nur knapp 1 Prozent aller Fahrzeuge eine Umstufung um zwei oder drei Regionalklassen, für etwa 16 Prozent geht es jeweils eine Klasse rauf oder runter, für mehr als 65 Prozent bleibt alles beim Alten. In der Teil- und Vollkaskoversicherung ändert sich laut dem GDV bei mehr als 80 Prozent der Fahrzeuge nichts. Für die Haftpflicht gibt es zwölf Regionalklassen, für die Teilkasko 16 und für die Vollkasko neun. sch/dpa