Der neue Nissan NV200 überzeugt mit viel Laderaum - ab Ende November beim Händler
Ein Kleiner mit großer Klappe
Die Kleinen werden größer - auch Nissan folgt diesem Trend auf dem Nutzfahrzeugmarkt. Ende des Monats bringen die Japaner mit dem NV200 einen neuen Kleintransporter auf den Markt, der das Auslaufmodell Kubistar vor allem bezüglich der Maße im Laderaum übertreffen soll.
Der Kastenwagen bietet im Frachtraum eine Ladelänge von reichlich 2 m, was für die Aufnahme von zwei Europaletten ausreicht, zumal sich dank Frontantrieb zwischen den hinteren Radkästen eine Breite von mindestens 1,22 m ergibt. Wird die optionale Laderaumtrennwand weggeklappt und der vordere Beifahrersitz umgelegt, vergrößert sich die Ladelänge auf 2,80 m. Die niedrige Ladekante von 52,4 cm erleichtert nicht nur das Be- und Entladen, sondern schafft Raum für ein Stauvolumen von 4,2 m3, laut Nissan 25 Prozent mehr als bei den Mitbewerbern. Die maximale Nutzlast beträgt 708 kg.
Eine Dreivierteltonne will allerdings bewegt sein. Dafür scheinen die beiden Motoren, die bei der Markteinführung zu haben sein werden, etwas schwach auf der Brust. Bei einer ersten Probefahrt mit halber Nutzlast war der NV200 nur langsam in Schwung zu bringen. Der 1,6-l-Ottomotor (81 kW) machte dabei noch die etwas bessere Figur als das Dieselaggregat (63 kW), das trotz höherem Drehmoment doch recht pomadig wirkte. Allerdings hat Nissan bereits angekündigt, im Frühjahr einen stärkeren Dieselmotor in das Programm aufzunehmen. Abwarten kann sich also lohnen, zumal alle Motoren vorerst nur die Abgasnorm Euro 4 erfüllen. Ein Partikelfilter für den Diesel ist momentan ebenfalls noch nicht im Angebot.
Konzipiert wurde der NV200 für den Einsatz in der Stadt, wo er aufgrund seiner kompakten Maße punkten kann. Mit einer Länge von 4,4 m und einer Breite von 1,7 m kann er es beim Gerangel um die begehrten Parkplätze mit jedem SUV aus der Pkw-Sparte aufnehmen und bei einer Höhe von 1,86 m stehen auch Tiefgaragen dem Kleintransporter offen.
Der NV200 wird zunächst als Kastenwagen (ab 13.600 Euro netto) und als Kombi (ab 13.437 Euro netto) zu haben sein. Eine Pkw-Variante soll später folgen. Interessant beim Kombi: Die beiden hinteren Einzelsitze können seitlich weggeklappt werden. Das erspart das Ausbauen, wenn einmal etwas mehr Gepäck geladen werden muss.
Nächstes Jahr will Nissan deutschlandweit rund 70 Kompetenzzentren aufbauen, um Gewerbekunden bei der Wartung ihrer Transportern besser bedienen zu können. Das Serviceintervall beim NV200 liegt bei 20.000 km oder einmal pro Jahr. ste