„Sterne des Handwerks“: Kreative Fahrzeugbeschriftungen gesucht

Ein Aufkleber auf der Tür reicht nicht aus
Klappern gehört zum Handwerk. Und das fängt schon bei der Gestaltung der Fahrzeuge an. Seit Anfang des Monats läuft der Wettbewerb „Sterne des Handwerks“: Bis zum 30. November sucht die Aktion Modernes Handwerk (AMH) die besten und kreativsten Beschriftungen von Handwerkerfahrzeugen. Alle Betriebe können sich mit Fotos oder Neuentwürfen im Internet um den Preis bewerben.
Auf den Sieger wartet ein Mercedes-Benz Vito inklusive Fahrzeugbeklebung und einjährigem Versicherungsschutz als Hauptpreis. An den beteiligten Designer geht zudem ein Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro.
„Das Handwerk verfügt über den größten Transporterfuhrpark Deutschlands. Als Handwerksmeister weiß ich um die große Außenwirkung unserer Fahrzeuge. Sie prägen als ‚fahrende Litfaßsäulen‘ das Straßenbild der Städte“, skizziert der AMH-Vorsitzende Joachim Wohlfeil das enorme Potenzial, das die Transporterflotte für das eigene Ansehen birgt.
Unter dem Vorsitz von Christoph Scheller und Ralf Weißmantel wird eine Jury aus Handwerk, Marketing und Design die besten und kreativsten Umsetzungen auswählen. Die beiden Professoren der Fachhochschule Aachen wissen aus ihrem Lehrgebiet Grafikdesign genau, worauf es beim gestalterischen Entwurf ankommt.
Wichtig sei zunächst, dass ein werbliches Konzept vorhanden ist ein bloßer Schriftzug mit Logo und offizieller Firmierung reiche nicht aus, um sich vom Wettbewerb zu unterscheiden: „Eine originelle Idee, die ansprechend umgesetzt wird, ist häufig die Initialzündung für Aufmerksamkeit, Sympathie und einen hohen Erinnerungswert.“ Zentrales Element könne zum Beispiel ein so genanntes „Key Visual“ sein ein Motiv, das Emotionen weckt und den Wiedererkennungswert steigert. Der Bezug zum Produkt oder zur Dienstleistung müsse leicht zu erkennen sein: „Selbsterklärende Ideen haben die Chance, auch in der flüchtigen Wahrnehmung schnell verstanden zu werden. Wenn dann die Ansprache auch noch zielgruppengerecht erfolgt, umso besser“, erläutert Scheller die Kriterien für eine gelungene Fahrzeugbeschriftung. Weißmantel ergänzt: „Die Zeiten eines einfachen Aufklebers auf den Türen sind vorbei. Die technischen Möglichkeiten, die professionelle Werbetechniker bieten, erlauben es, das komplette Fahrzeug in die werbliche Gestaltung mit einzubeziehen.“
Einen Sondereffekt erzielt man, wenn auch die Fahrzeugform zum Beispiel Ecken, Kanten, Rundungen sowie Seitenfenster oder Rückspiegel in die gestalterische Planung mit einbezogen wird. Fazit: Eine harmonische Gestaltung, die in sich stimmig und funktional ist sowie die Möglichkeiten der Beklebetechnik voll ausnutzt, hat beste Chancen, sich in der Werbeflut abzuheben, beim Verbraucher wahrgenommen zu werden und sich in dessen Erinnerung festzusetzen.
Der Hauptpreis im Wettbewerb „Sterne des Handwerks“ wird im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München Anfang März kommenden Jahres verliehen. ste
www.sterne-des-handwerks.de