Jugend und Ehrenamt Ehrenamtliches Engagement muss früh geübt werden

Vor allem bei jungen Menschen ist das Interesse groß, sich ehrenamtlich einzusetzen. Dennoch engagieren sie sich deutlich weniger als ältere Altersgruppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der randstad stiftung in Auftrag gegebene forsa-Umfrage zum Thema "Inklusion und ehrenamtliches Engagement". Anscheinend fehlen konkrete Möglichkeiten, um ein Ehrenamt zu übernehmen.

Vor allem junge Menschen interessieren sich für das Ehrenamt. - © DOC RABE Media - Fotolia

Für zwei Drittel im Alter zwischen  18 und 29 Jahren ist es vorstellbar, sich ehrenamtlich für Menschen einzusetzen, die nicht aus ihrem direkten Bekannten- oder Freundeskreis kommen. Dieser Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement kommen allerdings nur 13 Prozent dieser Altersgruppe tatsächlich nach.

Im Gegensatz dazu sind bei den 45 bis 59-Jährigen nur knapp 60 Prozent bereit, ihre Freizeit für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu opfern. Dennoch ist ein Drittel der über 45-Jährigen in puncto Ehrenamt aktiv und integriert dieses in ihren Alltag.

Bereitschaft ist da

Die Bereitschaft, sich für die Gesellschaft zu engagieren, lässt mit steigendem Alter nach: Bei den über 60-Jährigen ist es nur noch die Hälfte aller Befragten, die sich ein ehrenamtliches und unentgeltliches Engagement grundsätzlich vorstellen kann. Auch das tatsächliche Engagement nimmt in dieser Altersgruppe ab.

Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass Menschen bereits in jungen Jahren an gesellschaftliche Verantwortung herangeführt werden sollten. "Junge Menschen zeigen eine große Bereitschaft, sich sozial für ihre Mitmenschen zu engagieren. Dieses Potential sollte die Zivilgesellschaft nutzen und frühzeitig konkrete Möglichkeiten eröffnen, um ein Ehrenamt auszufüllen", schlussfolgert Heinz-Otto Mezger, Geschäftsführender Vorstand der randstad stiftung.