Ökostrom-Förderung EEG-Umlage wird 2015 erstmals sinken

Stromkunden können hoffen: Da der Kontostand der Übertragungsnetzbetreiber deutlich im Plus liegt wird die EEG-Umlage 2015 erstmals sinken.

Die EEG-Umlage wird 2015 erstmals sinken, das gilt als sicher. - © Foto: Gina Sanders/Fotolia

Die EEG-Umlage wird 2015 wohl erstmals sinken. Denn für die Berechnung der Ökostrom-Umlage wird jeweils der Kontostand der Netzbetreiber am 30. September herangezogen. Und der war Ende September mit 1,38 Milliarden Euro im Plus, wie die vier Übertragungsnetzbetreiber nun auf ihrer Internetseite bekanntgaben. Bereits seit Monaten war über eine Senkung der EEG-Umlage spekuliert worden.

Bei welchem Betrag die Umlage im kommenden Jahr genau liegt, wird am 15. Oktober bekannt gegeben. Experten hatten zuletzt eine Höhe von etwa 6 Cent berechnet.

Durchschnittshaushalt könnte zehn Euro sparen

Derzeit liegt die Umlage bei 6,24 Cent pro Kilowattstunde, was bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden einen Haushalt knapp 220 Euro im Jahr kostet. Mit einer Umlage von 6 Cent würde ein solcher Haushalt rund zehn Euro im Jahr sparen.

Die EEG-Umlage ist seit Jahren in der Diskussion. Sie trieb seit dem Solarboom die Kosten für Bürger und Betriebe weiter an und macht derzeit 18 Prozent des Strompreises aus. In diesem Jahr fielen bisher rund 14,7 Milliarden Euro Förderkosten an. Jetzt können die Verbraucher auf eine Entlastung bei den Stromkosten hoffen.

Denn gemeinsam mit der Wirtschaft zahlen die Umlage über den Strompreis, energieintensive Firmen sind jedoch weitgehend davon befreit. Diesen Milliardeneinnahmen stehen die Milliardenausgaben für die Vergütung des produzierten Ökostroms gegenüber - Betreiber von Biogas-, Solar- und Windkraftanlagen erhalten auf 20 Jahre garantiert feste Vergütungen.

Kein Zusammenhang mit jüngster EEG-Reform

Seit 2010 war die Umlage von damals 2 Cent deutlich gestiegen, unter anderem weil der Solarzubau stark zunahm. Das Erneuerbare Energien Gesetz trat erstmals 1990 in Kraft. Seither hat es zahlreiche Reformen geben - zuletzt im August 2014. In der jüngsten Novelle wurden weitere Förderkürzungen beschlossen. Das erwartete Sinken hat hiermit aber noch nichts zu tun. dpa/dhz