Verkauf an private Investoren bevorzugt EADS drängt Daimler zur Entscheidung über Anteile

EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring hat den Autobauer Daimler zu einer baldigen Entscheidung über seinen geplanten Teilrückzug aufgefordert. "Unsere Aktionäre wollen jetzt vor allem Klarheit", sagte der Manager der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). Alles andere sei schlecht für den EADS-Kurs.

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EADS drängt Daimler zur Entscheidung über Anteile

Hamburg (dapd). EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring hat den Autobauer Daimler zu einer baldigen Entscheidung über seinen geplanten Teilrückzug aufgefordert. "Unsere Aktionäre wollen jetzt vor allem Klarheit", sagte der Manager der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). Alles andere sei schlecht für den EADS-Kurs. Die zur Disposition stehenden Anteile sollten an private Investoren und nicht an den Staat verkauft werden.

"Die USA und Großbritannien machen uns vor, dass man solche Geschäfte auch ohne unternehmerische Staatsbeteiligung managen kann", sagte Ring der Zeitung. Er spielt damit auf die Ankündigung Daimlers an, sich weiter aus dem Luftfahrtkonzern zurückziehen zu wollen.

Der Autobauer hält 22,5 Prozent der Stimmrechte und 15 Prozent des Kapitals an EADS. Angeblich will Daimler seinen Kapitalanteil auf die vertragliche Mindestschwelle von 7,5 Prozent verringern. Der Wunsch der Stuttgarter ist umstritten, weil damit das austarierte Machtgefüge zwischen Deutschland und Frankreich bei EADS ins Wanken gerät.

dapd