Umweltbewusst und platzsparend. Elektro-Räder haben ihre Vorteile. Auf den Trend "E-Rad" sollen nun auch Kommunen und Gemeinden hierzulande umsteigen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat dazu eine neue Broschüre herausgegeben.

Das UBA hat Städte und Gemeinden ermutigt, den Umstieg vom Auto auf Elektro-Räder ( E-Räder) zu erleichtern. Laut Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA, würden durch E-Räder nicht nur Umwelt und Gesundheit profitieren. " E-Räder, also von Elektromotoren unterstützte Fahrräder, brauchen im Vergleich zum Auto nicht nur weniger Platz, sie sind auch deutlich preisgünstiger", so Krautzberger.
Vorteile von E-Rädern
Allerdings müssen sich laut UBA noch viele Kommunen besser auf den neuen Trend zum Zweirad einstellen. So seien die Radwege noch nicht überall an die höhere Geschwindigkeit von E-Rädern angepasst. "Auch in puncto Sicherheit hapert es beim momentan oft noch parallel geführten Rad- und Fußverkehr.
Doch was sind die Vorteile von E-Rädern, zu denen auch Pedelecs und E-Bikes gehören?
- Sie sind leise und verursachen deutlich weniger CO2-Emissionen, Feinstaub und Stickstoffoxide als Pkw. Mit einem zunehmenden Anteil von erneuerbarer Energie im deutschen Stromnetz werden selbst diese niedrigen Emissionen weiter sinken.
- E-Räder bereichern auch die Alltags- und Freizeitmobilität, indem sie die Reichweite des Fahrrades von durchschnittlich 5 km auf 10 km erweitern. Dreiviertel aller zurückgelegten Wege liegen im Entfernungsbereich von bis zu 10 km. Für eine Strecke von 10 km benötigt ein E-Rad nur etwa so viel Energie, wie man verbrauchen würde, um 0,7 Liter Wasser bei Raumtemperatur zum Kochen zu bringen.
- Anders als aus dem normalen Drahtesel kommt man mit dem E-Rad deutlich entspannter zum Ziel. E-Räder erweitern so die Einsatzmöglichkeiten des Fahrrades. Sie erleichtern den Lastentransport und helfen, Höhen und Entfernungen einfacher zu überwinden. Manchen Menschen wird ein E-Rad auch den Einstieg ins Fahrradfahren erleichtern und für Pendler sind E-Räder eine gesunde und stressarme Alternative im städtischen Pkw-Berufsverkehr. Und wer im Anzug von Termin zu Termin muss, der kommt mit dem E-Rad nicht ins Schwitzen.
- Bei Herstellung und Entsorgung der bei E-Rädern am häufigsten verwendeten Lithium-Ionen-Akkus fallen zwar Treibhausgasemissionen an, vergleicht man diese jedoch mit eingesparten Pkw-Kilometern, sind bereits nach 100 E-Rad-Kilometern die CO2-Emissionen des Akkus ausgeglichen.
Informationsbroschüre des UBA
Aufgrund dessen rät das UBA den Kommunen, Radwege an die teils höheren Geschwindigkeiten von E-Rädern anzupassen . Länder und Kommunen sollten laut UBA ihre Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur zudem so planen, verbessern und erweitern, dass sich die Sicherheit für den derzeit noch parallel geführten Rad- und Fußverkehr erhöht. Dazu hat das UBA das Hintergrundpapier zum kostenfreien Download herausgegeben. Das PDF-Dokument kann sich auf der Webseite des UBA heruntergeladen werden.
Der Appell des UBA richtet sich auch an Wohnungsvermieter, Ladenbetreiber und Arbeitgeber. Sie können durch ebenerdige und gut gesicherte Abstellanlagen einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Bürgerinnen und Bürger sich vermehrt in den E-Bike-Sattel schwingen, als ins Auto zu steigen. dhz
Die Definition vom E-Rad
E-Rad steht als Abkürzung für Elektroräder und ist der Oberbegriff für elektrounterstützte Fahrräder, also Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Elektrofahrräder. Sie werden mit Muskelkraft angetrieben und bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h durch einen elektrischen Motor mit maximal 250 Watt Leistung unterstützt. Die Handhabung der Pedelecs unterscheidet sich von der der konventionellen Fahrräder kaum. E-Bikes sind Fahrräder mit Elektromotor, welche auch ohne Tretbewegungen, also rein elektrisch fahren können. |