Ohne sie geht eigentlich nichts mehr: Ob es sich um E-Mobilität, Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, smarte Anwendungen oder vernetztes Energie-Management handelt – das Elektro-Handwerk gilt vor allem in Hinblick auf Klimaschutz und Energiewende als echter "Fortschrittmacher". Philipp Laufer gehört als Elektroniker zu den "Fortschrittmachern".

Mit vielen technologischen Innovationen trägt das Elektro-Handwerk maßgeblich dazu bei, Energie effizient zu nutzen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und digitale Lösungen in Gebäuden nutzbar zu machen. Das meint auch Philip Laufer. Der 23-Jährige gehört zu den erfolgreichen "Fortschrittmachern" im Kreis Höxter, seit vergangenem Spätsommer hat er sogar seinen Meisterbrief als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik in der Tasche. Er freut sich nun, mit dem Team von LNL Elektrotechnik GmbH & Co.KG in seinem Job richtig durchstarten zu können. Denn eines weiß er inzwischen sicher: "Unser Beruf in der Elektronik ist ausgesprochen vielfältig, modern und extrem zukunftssicher", zählt Philip Laufer die Vorteile auf. Und wer technisch ambitioniert sei und Lust habe, an einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken, der sei im E-Handwerk genau richtig.
Von der Pike auf
Laufer ist ein echtes "Elektrokind". Schon von Kindesbeinen an hat er mit dem Handwerk enge Berührungen gehabt, schließlich ist sein Vater Jörg Laufer einer der Inhaber des renommierten Elektrofachgeschäftes mit 15 Mitarbeitern in der Westerbachstraße. "Wenn Philip Sommerferien hatte, habe ich gesagt, ich fahre morgen früh um 7 Uhr los, und wenn du mit in die Firma willst, musst du aufstehen", erinnert sich Jörg Laufer an vergangene Zeiten. Und tatsächlich: Philip Laufer stand am nächsten Tag pünktlich um 7 Uhr auf der Matte. "Ich fand die Arbeitsabläufe total spannend und interessant, bin sogar mit den Kollegen auf die Baustellen gefahren und habe geholfen", so der heute 23-Jährige, der seine Leidenschaft für die Elektrotechnik nicht verloren hat. "Es hat mir schon immer Spaß gemacht, Schaltplänedurchzusehen und an Schaltsystemen herumzutüfteln:" Man wolle ja schließlich wissen, wo der Fehler liegt, wenn etwas in Sachen Strom nicht richtig funktioniert.
Die Lehre wurde im väterlichen Betrieb absolviert – "da muss man schon mehr leisten als andere, aber das war kein Problem", sagt Laufer, der sich ganz bewusst dafür entschieden hat, nach einigen Gesellenjahren mit der Meisterausbildung die Karriereleiter hinaufzusteigen. "Ich hatte inzwischen viel praktische Erfahrung gesammelt, und schließlich war es an der Zeit, wieder ein bisschen mehr zu lernen", sagt der 23-Jährige, der trotz viel "Büffelei" an der Meisterschule in Oldenburg nach eigenen Angaben dort eine "super Zeit" mit anderen angehenden Meistern hatte.
Energiewende im Fokus
Um den Anteil an erneuerbaren Energien in der Stromversorgung künftig steigern zu können, das heißt klimarelevante Tätigkeiten wie die Installation der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, der Einbau einer Wärmepumpe oder eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach zu bringen, braucht es vor allem kluge Köpfe im Handwerk. "Wir brauchen mehr qualifizierte Mitarbeiter, denn durch das gewerkeübergreifende Arbeiten wächst auch die Fülle an Herausforderungen", weiß Jörg Laufer aus der alltäglichen Praxis. "Wir als E-Handwerker sind übrigens die ersten auf der Baustelle und die letzten, die dann das Licht einschalten." Philip Laufer kann sich jedenfalls nichts anderes vorstellen, als sich künftig in den vielfältigen Elektrobereichen zu beweisen. "Ich verstehe auch nicht, warum Jugendliche diesen zukunftsweisenden und komplexen Beruf anscheinend nicht interessant genug finden." Es sei doch wie fast überall: "Wenn man sich reinkniet und richtig Leistung erbringt, lässt sich im Handwerk gutes Geld verdienen." Und: Eine elektrohandwerkliche Ausbildung sei eine tolle und sinnstiftende Alternative zum Studium, das kann Philip Laufer aus eigener Erfahrung nur bestätigen. gsa