ADAC testet Batterien im Winter E-Autos im Wintertest

Elektroautos halten bei eisigen Temperaturen länger durch als befürchtet. Das ergab ein Härtetest des ADAC im Februar.

Ein langer Stau bei eisigen Temperaturen muss für Fahrer von Elektroautos kein Schreckensszenario sein. - © ADAC

Wie der Verkehrsclub mitteilt, machte die Batterie selbst nach mehreren Stunden bei Minusgraden im Stau nicht schlapp. Dabei können zusätzliche Stromverbraucher wie Heizung, Sitzheizung und Radio weitgehend bedenkenlos genutzt werden, betont der ADAC.

Mitte Februar hatten die Experten einen Renault Zoe Z.E. 50 und einen VW e-up auf ihre Widerstandsfähigkeit unter extremen Bedingungen geprüft. In einer Nacht mit strengem Frost von -9 bis -14 Grad Celsius wurden in beiden Fahrzeugen für zwölf Stunden der Innenraum auf 22 Grad beheizt, die Sitzheizung aktiviert und das Standlicht eingeschaltet. Das Er­gebnis am Morgen danach: Beim Renault waren etwa 70 Prozent und beim VW etwa 80 Prozent des Akkus verbraucht.

15 Stunden im Stau

Selbst unter extremen Bedingungen könne man also mit der 52 kWh großen Batterie des Renault Zoe rund 17 Stunden und mit den 32,3 kWh des VW e-up 15 Stunden in einem Stau ausharren, sofern die Batterie zu Be­ginn des Staus noch voll ist. Bei teilentleertem Akku verringere sich die Zeitspanne entsprechend. Daher empfiehlt der Verkehrsclub, bei kritischen Verhältnissen vor der Auffahrt auf eine Autobahn das Elektroauto rechtzeitig aufzuladen.

Wer sich dennoch unsicher ist, kann unnötige Verbraucher wie Front- oder Heckscheibenheizung, Scheibenwischer und Abblendlicht ausschalten. Die Stand­beleuchtung sollte aus Sicherheitsgründen aber angeschaltet bleiben. Außerdem könne die Innenraumtemperatur reduziert und auf Umluftbetrieb ge­schaltet werden. Eine Sitzheizung benötigt weniger Energie. ste