Wintersport Durchblick im Schnee

Jeder zweite Skiunfall passiert, weil der Fahrer nicht richtig sehen konnte. Zur optimalen Ausrüstung gehören also nicht nur gute Bretter an den Füßen, sondern auch eine gute Brille auf der Nase. Auf folgende Punkte müssen Ski- und Snowboardfahrer beim Kauf ihrer Wintersportbrille achten:

Jeder zweite Skiunfall passiert, weil der Fahrer nicht richtig sehen konnte. Wintersportbrillen helfen, Unfälle zu vermeiden. - © whitehearts

Hohe Geschwindigkeit, reflektierender Schnee, schnelle Licht-Schatten-Wechsel, Nebel, Schneefall sowie häufig kontrastarme , schlechte Sichtbedingungen können Wintersportler nur dann kompensieren, wenn sie gut sehen. Rund die Hälfte aller Pistenunfälle passiert, weil das nicht der Fall ist. Besonders erschreckend: Ein Drittel der Wintersportler bräuchte von Hause aus eine Sehkorrektur, trägt sie aber nicht auf der Piste. Das Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) empfiehlt unter www.sehen.de deshalb allen Wintersportlern, passende Brillen zu tragen. Bei der Wahl des richtigen Produkts helfen Augenoptiker, zu finden unter www.1xo.de .

Die Sportbrille sollte auf die jeweilige Sportart und auf die individuellen Sehanforderungen abgestimmt sein. Das gilt für Menschen mit voller Sehschärfe ebenso wie für Brillenträger.

Was eine gute Brille braucht

  1. Die Sportbrille darf weder rutschen noch drücken, eine Maskenbrille sollte gepolstert sein.
  2. Je größer desto besser. Stark gebogene Gläser mit einem Sichtfeld von circa 160 Grad gewährleisten gute Rundumsicht und damit mehr Sicherheit beim Wintersport.
  3. Gläser und Fassung müssen aus b ruchsicherem Kunststoff sein. Das minimiert die Verletzungsgefahr bei Unfällen.
  4. Belüftungstechnologien regeln den Luftaustausch in der Wintersportbrille. Warme Luft wird nach Außen abgegeben. Antifog-Beschichtungen verhindern, dass die Sportbrille innen beschlägt.
  5. Spezielle Glastönungen verhindern Blendung, verstärken die Kontraste und ermöglichen so auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Sicht.
    Sonne: Je dunkler die Gläser, desto höher ist der Blendschutz, der in fünf Kategorien eingeteilt wird. Für starke Bewölkung und Flutlicht reicht die helle Kategorie 0, an bedeckten Tage brauchen Fahrer die Kategorie 1, für sonniges, teils bewölktes Wetter Kategorie 2, auf sonnigen Pisten Kategorie 3 und bei Sonne auf dem Gletscher sogar die extrem dunkle Kategorie 4.
    Bei diesigem Wetter und starkem Schneefall eignen sich gelb oder orangefarbene Gläser, bei Sonnenschein braun oder grau getönte Gläser. Optimal sind Sportbrillen mit Wechselgläsern. Die Tönung der Gläser sagt nichts über ihren UV-Schutz aus.
  6. Schnee reflektiert bis zu 95 % der Sonnenstrahlen. Besonders UV-Strahlen sind gefährlich für die Augen, pro 1.000 Meter Höhe steigt die Belastung um 15 Prozent. Ein UV-Filter ist deshalb ein absolutes Muss. Eine Sportbrille mit CE-Siegel und UV400-Kennzeichung schützt ausreichend.

Tipps für Brillenträger

Alltagsbrillen sind gerade fürs Skifahren weniger geeignet. Selbst unter Maskenbrillen (OTG-Brillen, das steht für over-the-glasses) können sie bei einem Sturz brechen und das Auge verletzen. Besser sind bruchsichere Sportbrillen oder Kontaktlinsen in Kombination mit einer Sport- oder Maskenbrille. Augenoptiker beraten, welche Lösung im Einzelfall am besten ist.

Brillenträger können ihre Wintersportbrillen mit Korrektionsgläsern zwischen -4 und +4 Dioptrien versehen lassen. Einige Modelle verfügen sogar über Wechsel(korrektions)gläser in verschiedenen Tönungen. Der Träger muss sich so nicht für eine Glasfarbe entscheiden.

Bei Masken- oder Schneebrillen können sich Brillenträger mit Clip-in-Systemen behelfen. Die Korrektionsgläser werden an der Innenseite der Wintersportbrille eingeklickt. Sie für Fehlsichtigkeiten ab circa 6 Dioptrien geeignet. Das System hat den Vorteil, dass sich die Korrektionsgläser einfach austauschen lassen, wenn sich die Sehstärke ändert. Allerdings schränken die Clips das Sichtfeld ein. Zudem beschlagen und verschmutzen die Gläser relativ schnell, da sie sehr dicht an den Augen liegen.

Kontaktlinsenträger können ihre Sehhilfen unter jeder Wintersportbrille tragen.

So hält die Wintersportbrille lange

  • Eingeschneite oder zugefrorene Belüftungsschlitze sollten ab und zu freigeputzt werden, damit die Luft zirkulieren kann. Schnee, der in die Brille gelangt, sollte man einfach herausschütteln und die Gläser an der Luft trocknen lassen. Die Anti-Beschlag-Schicht auf der Innenseite der Scheiben ist sehr empfindlich und kann schon beim Darüberwischen mit einem Tuch Schaden nehmen. Sie ist außerdem wirkungslos, wenn die Skibrille immer wieder über die Mütze geschoben wird.
  • Wintersportbrillen sollten stets nur mit Wasser gereinigt werden. Lösungsmittel, Haushaltsreiniger oder andere Zusätze sind tabu, da sie die Glasbeschichtungen angreifen (können). Nach dem Abspülen schüttelt man das Wasser kurz von den Gläsern ab und lässt die Brille anschließend an der Luft trocknen.
  • immer im Etui oder Beutel transportieren und lagern.

bst