Die Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der Druckindustrie sind am Donnerstag in Frankfurt am Main vertagt worden. Die Gespräche sollten am 28. Juni in Berlin fortgesetzt werden, teilten die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) mit.
Druck-Tarifverhandlungen vertagt
Frankfurt/Main (dapd). Die Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der Druckindustrie sind am Donnerstag in Frankfurt am Main vertagt worden. Die Gespräche sollten am 28. Juni in Berlin fortgesetzt werden, teilten die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) mit.
"Die Arbeitgeber bewegen sich in dieser Tarifrunde zurück", kritisierte der ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke. Angesichts der derzeitigen Verhandlungssituation bleibe nun nichts anderes übrig, als mit weiteren Streiks den Druck auf die Arbeitgeber aufrecht zu erhalten.
bvdm-Verhandlungsführer Wolfgang Pütz sagte: "Der Gewerkschaft fällt es schwer, die Situation der Branche anzuerkennen." Stattdessen verfolge ver.di einen riskanten Kurs, der die Betriebe schwäche, Arbeitsplätze gefährde und den Flächentarif aushebele.
ver.di verlangt eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwölf Monate, eine Einmalzahlung von 400 Euro für Altersvorsorge oder Weiterbildung sowie die Rückkehr zu dem von den Arbeitgebern gekündigten Manteltarifvertrag.
Der Druckverband fordert eine flexible Öffnung der Arbeitszeit von der immer noch geltenden 35-Stunden-Woche auf bis zu 40 Stunden sowie eine Anpassung der Maschinenbesetzung an die tatsächlichen Produktionsanforderungen der Betriebe. Das wollen sie in einem neuen Lohn- und Manteltarifvertrag festschreiben.
dapd
