Der Versicherungskonzern Allianz hat wegen seiner ehemaligen Tochter Dresdner Bank das vergangene Geschäftsjahr deutlich tiefer in den roten Zahlen beendet als von Experten erwartet.
Dresdner Bank beschert Allianz 2008 Milliardenverlust
Insgesamt sei ein Minus von 2,4 Milliarden Euro verbucht worden, teilte der Konzern bei der Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen mit. Das operative Ergebnis sei um knapp drei Milliarden auf 7,4 Milliarden Euro gesunken. Analysten hatten im Durchschnitt mit 1,85 Milliarden Euro Nachsteuerverlust und knapp 7,55 Milliarden Euro operativem Gewinn gerechnet.
Die seit Anfang 2009 zur Commerzbank gehörende Dresdner Bank hat die Allianz unter anderem durch Verluste und Abschreibungen mit insgesamt 6,4 Milliarden Euro belastet. Der vollständige Verkauf an die Commerzbank wurde zum 12. Januar 2009 vollzogen, mehr als ein halbes Jahr früher als ursprünglich vorgesehen.
Insgesamt sank der Umsatz der Allianz Gruppe um 5,3 Prozent auf 92,5 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäft sank von 7,3 Milliarden Euro auf 4,0 Milliarden Euro. Zwar hat sich den Angaben zufolge das Sachversicherungsgeschäft weitgehend stabil gezeigt, verzeichnete unter anderem das Geschäft mit Lebensversicherungen Umsatz- und Ertragseinbußen.
Angesichts des "stärksten Wirtschaftsabschwungs seit Jahrzehnten" sieht sich die Allianz nicht in der Lage, eine Aussage über die Geschäftsentwicklung 2009 zu machen. Zuverlässige Aussagen seien in diesem Umfeld nicht möglich, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann. Er geht davon aus, dass "die schwierigen Bedingungen am Kapitalmarkt" anhalten.
ddp
