Integration in den Arbeitsmarkt Dreiviertel der Betriebe engagieren sich in der Flüchtlingshilfe

Über eine Millionen Menschen flüchteten im vergangenen Jahr nach Deutschland. Der daraus resultierenden großen gesellschaftlichen Verantwortung stellen sich Dreiviertel der Unternehmen.

Mit der Integration von Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt hoffen viele Betriebe auf motivierte Mitarbeiter. - © Coloures-pic/Fotolia.com

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung mit einem Gutachten "Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen angesichts neuer Herausforderungen und Megatrends" untersucht.Am häufigsten helfen demnach Unternehmen mit Sachspenden. Rund die Hälfte engagiert sich auf dem Arbeitsmarkt, um Flüchtlinge zu integrieren. Knapp 50 Prozent schaffen zusätzliche Ausbildungs- oder sogar Arbeitsplätze.

Von den engagierten Unternehmen bieten weitere 62 Prozent zusätzliche Praktikumsplätze an, um Flüchtlinge für ihre Branche und ihren Beruf zu interessieren. Die Wissenschaftler des IW Köln kommen zu dem Schluss, dass sich Unternehmen umso mehr für die Arbeitsmarktintegration engagieren, je höher sie mittelfristigen Chancen des Flüchtlingszuzugs für den Arbeitsmarkt einschätzen.

Unternehmen übernehmen Schlüsselrolle

Unternehmen komme eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum gehe, Flüchtlingen eine Perspektive zu geben. Birgit Riess, Direktorin des Programms Unternehmen in der Gesellschaft in der Bertelsmann Stiftung: "Betriebe packen mit an, wenn akut Hilfe gebraucht wird und ermöglichen durch Arbeit und Ausbildung die langfristige Integration."

Gelinge die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, gehen viele Betriebe davon aus, dass sie leichter motivierte und lernbereite Mitarbeiter gewinnen. Die Hälfte hoffe auch, durch kulturell gemischte Teams das Potenzial und die Kreativität der Mitglieder steigern zu können.

Quelle: IW Köln/Bertelsmann Stiftung   

Das Gutachten "Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen angesichts neuer Herausforderungen und Megatrends" finden Sie hier .