Der Siemens-Konzern wird nach Einschätzung seines Tochterunternehmens Division Renewable Energy (DRE) in besonderem Maße vom Boom der Offshore-Windkraft profitieren. Allein vor den Küsten Deutschlands entstünden bis zum Jahr 2030 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 20.000 bis 25.000 Megawatt, sagte DRE-Chef René Umlauft am Montag der Nachrichtenagentur dapd.
DRE-Chef: Siemens profitiert vom Windkraft-Boom auf See
Zingst (dapd). Der Siemens-Konzern wird nach Einschätzung seines Tochterunternehmens Division Renewable Energy (DRE) in besonderem Maße vom Boom der Offshore-Windkraft profitieren. Allein vor den Küsten Deutschlands entstünden bis zum Jahr 2030 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 20.000 bis 25.000 Megawatt, sagte DRE-Chef René Umlauft am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Als Marktführer für Windturbinen und mit 20 Jahren Projekterfahrung werde Siemens dazu einen wichtigen Beitrag leisten. So habe der Konzern auch die 21 Turbinen für den ersten deutschen kommerziellen Windpark "Baltic 1" in der Ostsee geliefert.
Umlauft sagte, Siemens werde in Kürze eine neue Windturbine mit einer Leistung von sechs Megawatt vorstellen. Die ohne Getriebe arbeitende Anlage eigne sich hervorragend für Windparks auf offener See.
Bislang habe Siemens bereits Aufträge für fünf Windparks in deutschen Gewässern. Nach "Baltic 1" (48,3 Megawatt), "Baltic 2" (288 Megawatt), "Borkum Riff" (108 Megawatt) und "Dan Tysk" (288 Megawatt) habe der Konzern mit "Borkum Riffgrund" (320 Megawatt) im Februar einen weiteren Auftrag für einen deutschen Windpark erhalten.
Siemens habe in den vergangenen 20 Jahren mehr als 200 Windturbinen mit einer Leistung von über 1.800 Megawatt in europäischen Gewässern installiert, sagte Umlauft. Zum Auftragsbestand gehörten gegenwärtig Projekte mit einer Gesamtleistung von 3.600 Megawatt.
Windkraftanlagen seien inzwischen ein wichtiger Teil des Siemens-Umweltportfolios, betonte Umlauft. Im Geschäftsjahr 2010 habe das Unternehmen damit einen Umsatz von rund 28 Milliarden Euro erzielt. Damit sei Siemens der weltweit größte Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Die Kunden hätten mit Produkten und Lösungen von Siemens im vergangenen Jahr rund 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart, so viel wie in Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapore jährlich zusammen ausgestoßen werde.
dapd
