Nach dem Umsteuern der Regierung in der Atompolitik warnt die Chemieindustrie vor Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft und der gleichzeitigen Ablehnung moderner Kohlekraftwerke stelle die Bundesrepublik 70 Prozent der Stromversorgung zur Diskussion, schreibt der Präsident des Chemie-Arbeitgeberverbands, Eggert Voscherau, in der "Bild"-Zeitung.
"Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz"
Berlin (dapd). Nach dem Umsteuern der Regierung in der Atompolitik warnt die Chemieindustrie vor Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft und der gleichzeitigen Ablehnung moderner Kohlekraftwerke stelle die Bundesrepublik 70 Prozent der Stromversorgung zur Diskussion, schreibt der Präsident des Chemie-Arbeitgeberverbands, Eggert Voscherau, in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Für die Industrie sei Strom jedoch ein Rohstoff, der jede Sekunde verfügbar und wettbewerbsfähig sein müsse.
"Deutschland als technologischer Vorreiter im Klimaschutz bei gleichzeitiger Wettbewerbsverzerrung zulasten der Industrie" - diese Rechnung gehe nicht auf, sondern verkehre sich in ihr Gegenteil, schreibt der Aufsichtsrat des weltgrößten Chemiekonzerns BASF. Der "emotionale Ausstieg" aus der Kernenergie sei ein "Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz".
dapd
